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Jan Erik Stahl
INSPIZIENZ | Ohne ihn greift kein Westmann und kein Häuptling ungefragt ins Geschehen ein. Hinter den Karl-May-Kulissen hört alles auf das Kommando von Jan Erik Stahl. Er ist als Inspizient der Chef der Hinterbühne und schickt die Darsteller im richtigen Moment auf die Szene. Der 37-Jährige ist bereits ein „alter Hase“, denn schon seit 2001 ist er als Inspizient im Freilichttheater tätig. Nach einem literaturwissenschaftlichen Studium mit den Schwerpunkten Theater und Medien an der Universität Hamburg wurde Jan Erik Stahl im Jahr 1994 freier Filmschaffender in Hamburg mit den Schwerpunkten Stoffentwicklung und Produktion. 1996 gründete er die Frame Filmproduktion GmbH und war somit jüngster freier Produzent der Hansestadt. Er realisierte viele Spiel-, Kurz- und Dokumentarfilme und hat zahlreiche Produktions- und Aufnahmeleitungen für Spielfilme, Kinostreifen und Werbung übernommen. Gemeinsam mit seinen Partnern der Agentur Scene Deluxe entwickelt er Konzepte und führt Regie für Unternehmensveranstaltungen. Zu seinen Kunden zählten bereits der Verlag Gruner+Jahr, Escada, die Deutsche Bank, Kodak, HypoVereinsbank, Tchibo und die Otto Group. Zuletzt wirkte er an der Realisierung des ersten Schweizer Medienpreises mit. Mit Nicolas König, Oliver Hörner und Joshy Peters brachte er die Kultkomödie „Butterbrot“ auf die Bühne, mit Götz Otto und Joshy Peters arbeitete er an der Realisierung der Produktion „Billy the Kid“. |
                                       
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Dr. Steve Szigeti
STUNT-KOORDINATION | Am liebsten hat er es, wenn das staunende Publikum rätselt, wie der eben gezeigte Stunt denn überhaupt möglich war. Dr. Steve Szigeti ist ein sehr erfahrener Mann im internationalen Stuntgeschäft. Seit über 30 Jahren sorgt er in Film-, Fernseh- und Theaterproduktionen für Action. Zum vierten Mal ist der gebürtige Ungar, der seit 1984 den deutschen Pass hat, für die Stunt-Koordination der Karl-May-Spiele verantwortlich. Dr. Steve Szigeti ist promovierter Jurist, entschied sich jedoch für seine Leidenschaft: das Realisieren gefährlich aussehender Szenen. Dass der 52-jährige Kerpener einer der führenden Experten für Pferdestunts in Deutschland ist, hat sich übrigens bis nach Hollywood herumgesprochen. So arbeitete er unter der Regie von Ridley Scott mit einem internationalen Stuntteam für den Blockbuster „Königreich der Himmel“. Auch bei internationalen Großproduktionen wie „Die Mumie“ zählte Steve Szigeti zum Team. Mit Arnold Schwarzenegger drehte er „Total Recall“ und „Red Heat“. Für das deutsche Fernsehen ist er ebenfalls häufig tätig – zum Beispiel für „Tatort“, die Actionserie „Der Clown“, „Der Alte“, „Derrick“ und „Ein Fall für zwei“. Außerdem hat er mit seiner Crew zahlreiche Ritterturniere bestritten. Im monumentalen Vierteiler „Die Säulen der Erde“ wirkte er ebenso mit wie in der US-Serie „The Borgias“ mit Jeremy Irons. An der Seite von Angelina Jolie und Brad Pitt drehte er den Film „United Love Story“. In der Edgar-Allan-Poe-Verfilmung „The Raven“ war er das Stuntdouble für den Killer und damit Gegenspieler von John Cusack. |
                                       
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Uwe Preuss
PYROTECHNIK | Wenn es im Wilden Westen von Bad Segeberg knallt und brennt, dann hat er gerade auf den Knopf gedrückt: Uwe Preuss, Chef der Berliner Firma Preuss-Effekte. Sein Handwerk hat er nach einer Lehre zum Feinmechaniker beim damaligen DDR-Fernsehen gelernt. Der 51-Jährige wirkte in der Kult-Show „Ein Kessel Buntes“ mit, ebenso bei der Reihe „Der Staatsanwalt hat das Wort“ und im Jugendmagazin „Elf99“. Er betreute „Polizeiruf 110“ und andere Krimiserien. Seit 1990 ist er selbstständiger Pyrotechniker und nach wie vor ein gefragter Mann – zum Beispiel bei den Shows von Carmen Nebel, wo er quasi dafür sorgt, dass der Name der Moderatorin auch Programm ist. Uwe Preuss zündete schon zu Auftritten der Bee Gees, DJ Ötzi, Julio Iglesias, Scooter und LaFee das Bühnenfeuerwerk. Oder er lässt für „Die Straßen von Berlin“ Autos explodieren, Feuerwände lodern und Nebel wallen. Er betreute auf Mallorca die Show „Ballermann Hits“ und in Bulgarien die „José-Carreras-Gala“. Auch für die höchst erfolgreiche RTL-Show „Let’s Dance“ sorgte er schon für die Effekte. Seit 2001 gehört er zum Karl-May-Team. An seiner Seite ist Sohn Patrick Preuss, der am Kalkberg fachmännisch mit zündelt. |
                                       
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Claudia Fischer (Greifvogelstation Hellenthal)
FALKNEREI | Die Greifvogelstation Hellenthal aus der Eifel (www.greifvogelstation-hellenthal.de) bringt in diesem Jahr die fliegenden Stars an den Kalkberg. Vor Ort in Bad Segeberg ist Claudia Fischer, die bereits seit acht Jahren in der Greifvogelstation als Falknerin arbeitet. Nach Absolvierung der Jäger- und Falknerprüfung gestaltet Claudia aktiv die weit bekannten Flugschauen im Wildpark, die von April bis Oktober dreimal täglich stattfinden. Außerdem bringt sie dem Publikum die Greifvögel und die Falknerei bei Außenauftritten näher und zeigt, wie liebens- und schützenswert diese Tiere sind. Bei Hochzeiten haben extra ausgebildete Adler sogar schon die Brautringe eingeflogen und hiermit für ganz besondere Erinnerungen gesorgt. Die heute 26-Jährige ist ausgebildete Tierarzthelferin und dementsprechend neben der Erfüllung ihrer falknerischen Aufgaben für Pflege, Versorgung und Training der Jungvögel zuständig. Und das ist keine leichte Aufgabe, da in Hellenthal jährlich viele teils seltene und bedrohte Falken-, Bussard-, Adler-, Geier- und Eulenarten gezüchtet werden. Als Highlight der Zucht zählt heute noch die weltweit erste Nachzucht des amerikanischen Wappentieres, des Weißkopfseeadlers, die in Hellenthal bereits 1980 gelang. Daneben beteiligt sich die Greifvogelstation Hellenthal an Erhaltungs- und Artenschutzprogrammen und betreibt eine Auffang- und Pflegestation für verletzte Wildtiere. Claudia Fischer ist fasziniert von den Greifvögeln und hat ihr Hobby zum Beruf gemacht. Auf die Frage, was die Faszination an den Tieren für sie ausmacht, antwortet Claudia: „Es ist immer wieder aufs Neue wunderschön, dass die Tiere uns Falknern vertrauen und freiwillig zu uns zurückkommen, nachdem sie völlig 'vogelfrei' umhergeflogen sind." |
                                       
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Gerd Staub/Andrea Steinlandt
BÜHNENBILD | Für Gerd Staub ist es nach eigenen Worten „wie ein Vermächtnis“, das Bühnenbild am Kalkberg zu entwerfen. Der 75-Jährige tritt gemeinsam mit Andrea Steinlandt (54) die Nachfolge des im Vorjahr verstorbenen Bühnenbildners Ulrich Schröder an, der die Karl-May-Spiele neun Jahre lang geprägt und bereits erste Ideen für die Saison 2011 entwickelt hatte. Mit Gerd Staub konnte die Kalkberg GmbH einen Mann gewinnen, der die Erfahrung von rund 300 Produktionen mitbringt. Nicht nur in Deutschland arbeitet er, sondern auch in Italien, Frankreich, England, Osteuropa und Amerika. Der Hamburger begeistert sich vor allem für Literaturverfilmungen wie z.B. „Irrungen – Wirrungen“ und „Unwiederbringlich” von Theodor Fontane, „Dämonen“ von Fjodor Dostojewski„ „Verbannte“ von James Joyce oder „Ein Kriegsende“ von Siegfried Lenz. Auch für die mehrfach ausgezeichnete Verfilmung der Oper „Salome“ von Richard Strauss hat Gerd Staub gearbeitet. Fürs Fernsehen stattete er unter anderem etliche „Tatort“-Folgen, die Kult-Serie „Diese Drombuschs“, „Die Männer vom K3“ und „Bella Block“ aus. Seine Kollegin Andrea Steinlandt hat nach ihrem Architekturstudium, das sie an der Fachhochschule für Gestaltung in Bremen als Diplom-Ingenieurin abschloss, zunächst am Staatstheater Hannover gearbeitet. Seit 1995 ist sie als Szenenbildnerin für eine Vielzahl von Fernsehproduktionen tätig – und hier erwies sie sich als Spezialistin für Krimis. Sie baute für „Stubbe – Von Fall zu Fall“ mit Wolfgang Stumph, „Doppelter Einsatz“ und „Der Ermittler“. Auch TV-Filme wie „Das Duo: Die Verführten“, „Der Prinz von nebenan“ und „Wer entführt meine Frau“ tragen ihre Handschrift. Für die Karl-May-Spiele zogen Gerd Staub und Andrea Steinlandt nun die Berge von Arizona hoch. Der 500.000 Euro teure Kunstfelsen ist als Kulisse für mehrere Jahre konzipiert. Um ein möglichst authentisches Aussehen zu erreichen, beschäftigten sich die Bühnenbildner intensiv mit den Felsformationen, die es in Nordamerika gibt. Insgesamt fertigten sie für „Der Ölprinz“ über 100 Entwürfe und ein komplettes Plastilin-Modell des Felsens an. |
                                       
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Pia Norberg
MASKE | Sie hatte schon mit den Gesichtern von Löwen, Katzen und Hyänen zu tun – und jetzt wacht sie im Wilden Westen über die Skalps und darüber, dass Bleichgesichter zu Rothäuten werden. Zum ersten Mal übernimmt Pia Norberg als Maskenbildnerin das Regiment über die Schminktöpfe der Karl-May-Spiele. Schon während ihrer Ausbildung zur Friseurin bei Gerhard Meir in Hamburg zog es sie zu anspruchsvollen und populären Produktionen. Sie hospitierte bei den Salzburger Festspielen, arbeitete bei zahlreichen Modenschauen (zum Beipiel für Giorgio Armani in Hamburg) und gehörte zum Team einer TV-Modenschau mit Heike Makatsch. In den folgenden Jahren arbeitete sie unter anderem bei der Verleihung des Musikpreises Echo, beim Kult-Musical „Cats“ und bei zahlreichen Fotoproduktionen (beispielsweise mit Udo Lindenberg). Zur Maskenbildnerin ließ sich Pia Norberg an der Hamburgischen Staatsoper ausbilden, wo sie auch nach ihrer erfolgreichen Prüfung in Köln mehrere Jahre tätig war. Theater- und Show-Produktionen führten Pia Norberg unter anderem nach Madrid, auf das Kreuzfahrtschiff MS Europa, AIDA Diva, Aida Bella, Aida Luna und AIDA Blu, nach Amsterdam, New York. Sie entwirft Make-up- und Maskenkonzepte für diverse Shows und Events. Sie arbeitete auch für das Walt-Disney-Musical „Der König der Löwen“ im Hamburger Hafen und für die Eröffnungsfeier der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in der Münchener Allianz-Arena. Seit sechs Jahren ist sie für das Festival RuhrTriennale tätig. Pia Norberg arbeitete mit Regisseuren, wie Christoph Schlingensief, Jürgen Flimm oder Willy Decker zusammen. Zuletzt war sie bei den Osterfestspielen in Salzburg für die Produktion „Salome“ tätig. |
                                       
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Thomas Fuß
TONTECHNIK UND SOUNDDESIGN | Er hat schon mit Roger Chapman gearbeitet, mit Michy Reincke, Vicky Leandros, Stefan Gwildis und Pee Wee Ellis. Seit 2001 ist Thomas Fuß verantwortlicher Tonmeister der Karl-May-Spiele in Bad Segeberg und sorgt dafür, dass die Zuschauer auf allen Plätzen optimal beschallt werden. Der 45-Jährige hat sich nach einer Lehre zum Elektroinstallateur als Tontechniker selbstständig gemacht. Dieser Job führte ihn durch ganz Europa. So war er mit den Tourneeproduktionen „Best Of Broadway“, „Golden Gospel Singers“, dem Musical „Chicago“ und den „Golden Musicals Of Broadway“ unterwegs. Er begleitete auch eine Tour des „Golden Gate Quartetts“ und zählte bei der Open-Air-Inszenierung von „Carl Orff’s Carmina Burana“ zum Team. Zudem hat er für etliche Industrieproduktionen am Mischpult gestanden. Zu seinen Kunden zählen Tchibo, die Postbank, Jägermeister, Skoda, Volkswagen, Honda und die Deutsche Bank. Der Norddeutsche Rundfunk holte ihn als Beschaller zur „NDR Talkshow“, zur „Aktuellen Schaubude“ und anderen Unterhaltungssendungen. Bei Sat.1 und ProSieben wirkte er an Sendungen von Jörg Pilawa, Sonja Zietlow, Franklin, Andreas Türck und Britt Hagedorn mit. Darüber hinaus arbeitete er für das ZDF („Johannes B. Kerner“, „Markus Lanz“, „Lafer, Lichter, Lecker“ und „Die Küchenschlacht“), das Schleswig-Holstein Musik Festival und das St.Pauli-Theater („Aretha“, „Little Shop Of Horrors“). |
                                       
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Axel Kohnke
LICHTDESIGN | Seit 2007 gehört Axel Kohnke zum Karl-May-Team. Sein Platz ist oben im so genannten „Leitstand“, denn er zählt zum Team, das sich um das Lichtdesign kümmert. Seine Karriere begann Axel Kohnke nach einer Ausbildung zum Elektroinstallateur bereits in einem Freilichttheater – im Jahre 1995 bei den Eutiner Sommerspielen. Seither hat er sich als Lichttechniker und –designer einen guten Namen gemacht. Er rückt Galas, Modenschauen und Messen ins rechte Licht, sorgt für stimmige Architekturbeleuchtung, und auch allerlei Künstler auf Tournee und im Fernsehen vertrauen auf seine Kreativität – zum Beispiel Udo Jürgens, Lotto King Karl, Bonnie Tyler, Philip Boa, Paul Kuhn, Sasha und Barbara Schöneberger. Zu den TV-Sendungen in seiner Vita zählen die „NDR-Quizshow“, das Ratespiel „Wer hat’s gesehen?“, die Talkrunde „Herman & Tietjen“ und die große „Schaubuden-Gala“. Seit zehn Jahren ist er ausgebildete Fachkraft für Veranstaltungstechnik. Weitere Standbeine sind die professionelle Aufarbeitung von Tonerkartuschen und Druckerpatronen sowie ein eigener Wartungsbetrieb für Bürotechnik und -maschinen. Und falls in der Karl-May-Schneiderei mal was kaputt geht, kann er auch helfen, denn mit der Reparatur von Nähmaschinen kennt er sich bestens aus. |
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