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Erol Sander

WINNETOU
Alpen, Afrika, Orient – an diesen Orten spielten Erol Sanders aktuelle Produktionen. Im Anschluss an die Karl-May-Saison 2010 tauschte er das helle Hirschlederkostüm wieder gegen den weißen Arztkittel, um zum sechsten Mal in der „Alpenklinik“ zu praktizieren. Anschließend zog es ihn auf den schwarzen Kontinent. Dort drehte der 42-Jährige den Fernsehfilm „Afrika ruft nach Dir“. In diesem Sommer sattelt Erol Sander zum fünften Mal seinen „Iltschi“, um als Winnetou für Frieden im Indianerland zu sorgen. Kein Apachenhäuptling in der nun 60 Spielzeiten umfassenden Geschichte der Karl-May-Spiele war erfolgreicher als er. In den Jahren 2009 und 2010 gelang es, die 300.000-Zuschauer-Marke zu überspringen. Den Sommer hält sich der Münchener für die Karl-May-Spiele frei, aber ansonsten jettet er zu Drehorten rund um die Welt. Sehr erfolgreich läuft seine Krimireihe „Mordkommission Istanbul“, in der er für Das Erste die Hauptrolle spielt. Als Ermittler wurde er auch bekannt. Er war „Sinan Toprak“, der Unbestechliche. Auch in Hollywood hat er gedreht. Regisseur Oliver Stone holte ihn als „Prinz Pharnakes“ zum Historiendrama „Alexander“.


Lisa Fitz

ROSALIE EBERSBACH
Sie ist eine Ikone des Kabaretts: Lisa Fitz. Über 1,5 Millionen Besucher haben sie live auf renommierten Theaterbühnen und auf Tournee erlebt – sowohl in Deutschland als auch in Österreich und der Schweiz. Zu den größten Erfolgen der 59-Jährigen zählen die Programme „Ladyboss“, „Geld macht geil“, „Wie is’n die in echt?!“, „Alles Schlampen – außer Mutti“, „Kruzifix" und „Super Plus – Tanken und Beten“. Lisa Fitz erhielt u.a. den Deutschen Kleinkunstpreis, den Sigi-Sommer-Taler und die Ludwig-Thoma-Medaille. Das Fernsehpublikum erlebte sie als bodenständige und clevere Rechtsmedizinerin Hanna Wildbauer in der Serie „Die Gerichtsmedizinerin“. Grundlage für all diese Erfolge war eine umfassende Ausbildung. Lisa Fitz studierte Musik, Ballett, Schauspiel und klassische Gitarre. Ihr erstes Solo-Programm spielte sie gleich in einer der besten Kabarett-Adressen der Bundesrepublik: in München bei der Lach- und Schießgesellschaft. Auch als Schriftstellerin hat sie ihre Fans auch schon überzeugt. Nun wirkt sie erstmals bei den Karl-May-Spielen mit: als mutige Treckführerin „Rosalie Ebersbach“.


Marek Erhardt

ÖLPRINZ
Während er im Fernsehen oft als Sympathieträger zu sehen ist, spielt er am Kalkberg einen der übelsten Gangster aus Karl Mays Feder: den „Ölprinzen“. Mit dem Filmgeschäft ist Marek Erhardt quasi aufgewachsen. Sein Opa war der legendäre Komiker Heinz Erhardt, und Vater Gero Erhardt ist ein erfolgreicher Regisseur. In deutschen Wohnzimmern ist Marek Erhardt mittlerweile wöchentlich als „Oberkommissar Olli Kottke“ in der ZDF-Serie „Da kommt Kalle“ zu Gast. Der Hamburger übernahm aber auch schon Rollen bei „Der Kriminalist“, „Tatort“ und „Die Schatzsucher“. Fünfmal heuerte der 41-Jährige auf dem „Traumschiff“ an. Zehn Jahre lang gehörte er zum Team von „Freunde fürs Leben“. Zu seinen Fernsehfilmen zählen „Die Geiseln von Costa Rica“ und „Mitsommerliebe“. Außerdem arbeitete Marek Erhardt fürs Kino und auf der Theaterbühne. Seine markante Stimme lieh er schon Hollywoodstars wie Johnny Depp. Jahrelang war er Stadionsprecher des Hamburger Sportvereins und moderierte das Finale der Fußball-WM 2006.


Markus Majowski

KANTOR HAMPEL
Schon bei seiner Präsentation als „Kantor Hampel“ am Kalkberg schwang er den Taktstock, als habe er nie etwas Anderes gemacht. Er ging schon ganz in seiner neuen Rolle auf – und genau das zeichnet Markus Majowski aus. Im Fernsehen ist er seit Jahren ein Publikumsliebling, doch auch in Kinofilmen und auf der Bühne hat der 46-Jährige sein Können schon bewiesen. Anfang Mai präsentierte der Berliner sein Soloprogramm „Das Chaos und Icke“. Zu den Serien, in denen er mitwirkte, zählen „Der letzte Zeuge“, „Die Rote Meile", „Höllische Nachbarn" und „Das Traumschiff“. Sein Debüt im Kino gab Markus Majowski im Streifen „Rossini“ unter der Regie von Helmut Dietl, der ihn auch für die Satire „Late Show“ mit Harald Schmidt und Thomas Gottschalk engagierte. Im Otto-Waalkes-Kino-Erfolg „Sieben Zwerge – Männer allein im Wald“ war er der vegetarische Zwerg Cookie. Besonders bekannt wurde Markus Majowski als Hauptdarsteller der Sat.1-Comedy-Serie „Die dreisten Drei“. Einen Preis bekam er für die Märchenverfilmung „Zwerg Nase“. Kultstatus erreichte er als Telefonverkäufer T. Neumann in der Telekom-Werbung.


Joshy Peters

OLD SHATTERHAND
Er war bei den Karl-May-Spielen schon Schurke, Winnetous Vater und sogar Komiker, doch in diesem Jahr spielt er wieder einmal seine Paraderolle: Zum achten Mal steht Joshy Peters, der auf weit über 1000 Vorstellungen am Kalkberg kommt, als „Old Shatterhand“ auf der Bühne. Seit 1987 hat der Hamburger fast jeden Sommer in Bad Segeberg verbracht. Wenn er nicht an Winnetous Seite Abenteuer besteht, war der 53-Jährige bisher künstlerischer Leiter der „Komödie im Schnoor“ in Bremen. Dort hat er in den vergangenen Monaten mit Nicolas König und Hermann Toelke das Kult-Stück „Kunst“ gespielt, anschließend mit Götz Otto „Billy The Kid“ und wiederum mit Nicolas König die schräge Komödie „Butterbrot“. Gefragt ist aber auch Joshy Peters‘ sonore Stimme – etwa als „Station Voice“ der NDR-Welle Nord und als Sprecher von Fernseh-Dokumentationen für den Discovery Channel, Das Erste, das ZDF, Vox und Pro7. Als Schauspieler war er in etlichen Serien zu sehen – von den „Rettungsfliegern“ bis hin zu „Tatort“ und „Fünf Tage Vollmond“. Kino-Besucher kennen ihn aus „Karniggels“ und „Absolute Giganten“. Was nur wenige wissen: Er ist ein begnadeter Cartoonzeichner.


Mathias Engel

SAM HAWKENS UND BANKIER ROLLINS
Selbst viele aufmerksame Zuschauer haben im Vorjahr nicht bemerkt, dass der schmierige Vorarbeiter Jeremy Swan und der verschmitzte Goldgräber Hum Timpe derselbe Mann waren: Mathias Engel. Nur den wenigsten Schauspielern gelingt es, derart unsichtbar hinter einer Rolle zu werden – und das darf er in diesem Jahr gleich erneut beweisen: Der 44-jährige Leipziger spielt den legendären Westernkauz „Sam Hawkens“ und den „Bankier Rollins“. Zum dritten Mal in Folge ist Mathias Engel Teil des Karl-May-Teams. Seine Ausbildung absolvierte er im Studio Halle der Leipziger Theaterhochschule „Hans Otto“. Nach Ende der Karl-May-Saison 2010 traf er seine Kalkberg-Kollegin Eva Habermann wieder: bei den Dreharbeiten zum Kinofilm „Bauernfrühstück“, in dem auch Dirk Bach, Fabian Harloff und Tetje Mierendorf mitspielen. Außerdem hat er im Fernsehfilm „Fires Of Faith“ die Rolle des Martin Luther verkörpert. In seiner Vita finden sich neben Fernsehserien wie „Polizeiruf 110“ auch viele TV-Filme wie „Die Jahrhundertflut“ und jede Menge Theater - von der „Kaktusblüte“ bis zu den „Buddenbrooks“. Mit „No Reason“ hat er sogar schon in einem waschechten Horrorfilm mitgewirkt.


Nicolas König

MOKASCHI
Seine Stimme hat so ziemlich jeder Fernsehzuschauer im Ohr. Nicolas König gehört seit Jahren zu den gefragtesten Sprechern, wenn es um Werbespots geht. Sein Gesicht ist besonders den Fans von actionreichen Serien vertraut. Als „Pilot Jens Blank“ war er einer der Hauptdarsteller der erfolgreichen ZDF-Serie „Die Rettungsflieger“. Zuvor hatte er die wichtigste Rolle in der RTL-Serie „Die Feuerengel“ übernommen. Der 42-Jährige kann aber auch anders – wie er unter anderem in der romantischen Inga-Lindström-Verfilmung „Der Zauber von Sandbergen“ und dem Rosamunde-Pilcher-Streifen „Im Licht des Feuers“ bewies. In der Serie „R.I.S. – Die Sprache der Toten“ war er ein wahnsinniger Serienmörder. Für das ZDF drehte er „Soko Stuttgart“ und „Da kommt Kalle“. Nicolas König ist aber auch umwerfend komisch, wie Zuschauer der RTL-Comedyreihe „Ich bin boes“ mit Mirja Boes wissen. Durchgängige Serienrollen verkörperte er als „Gaston Dubois“ in „Eine für alle“ und als „Tim Matthiesen“ in „Rote Rosen“. Zu den Karl-May-Spielen kam Nicolas König erstmals in der Saison 1992. Nun ist er zum achten Mal dabei und spielt „Mokaschi“, den kriegerischen Häuptling der Nijoras.


Philip Schwarz

SHI-SO
Sein Karl-May-Einstand war gleich eine echte Feuertaufe: Im Vorjahr übernahm er während der laufenden Proben die Titelrolle als „Halbblut“ – und ist diesmal als Häuptlingssohn „Shi-So“ dabei. Seit dem vergangenen Jahr hat der 32-Jährige oft im Tonstudio als Synchronsprecher (unter anderem für „McLeods Töchter“ und „C.S.I.Miami“) gearbeitet und spricht Dokumentationen für Arte und KiKa. Er vertont auch Hörbücher (zum Beispiel „Glück“ von Doris Dörrie) und Computerspiele („Need For Speed“) und Werbespots. Fernsehrollen hatte Philip Schwarz, der aus Ulm stammt, unter anderem in den Serien „Rote Rosen“, „Notruf Hafenkante“ und „Die Rettungsflieger“. Weiterhin zählen der Kino-Film „Berlin 1936 – Stille Sieger“ und der ZDF-Fernsehfilm „Stralsund – Tod einer Geisel“ zu seinen Arbeiten. Auf der Theaterbühne erlebte man Philip Schwarz unter anderem in „La Boheme“ im Theater an der Wien. In der österreichischen Hauptstadt hat er viele Jahre gespielt – unter anderem in „Fleisch“, „Crazy Love“ und „Ein Sommernachtstraum“. Weitere Stationen waren Berlin und Heilbronn. In der „Rocky Horror Show“ übernahm er die Rolle des „Brad“.


Clara Vélez

SHARA-NOA
Auch Clara Vélez, die in diesem Jahr die Rolle der schönen Indianerin Shara-Noa übernommen hat, ist in Bad Segeberg keine Unbekannte. 2003 war sie „Lea-Tshina“ (die „Weiße Feder“) und bildete mit Wayne Carpendale ein Traumpaar auf der Bühne. 2005 gehörte sie als Mexikanerin „Felisa“ zum Team und legte bei einer Fiesta ein temperamentvolles Tanz-Solo hin. Die gebürtige Kolumbianerin hat in verschiedenen Theaterstücken und Festivals mitgewirkt: unter anderem beim Internationalen Theaterfestival in Pristina/Kosovo mit dem Festivalgewinner „Die Backchen“ (von Euripides) sowie beim Kaltstartfestival in Hamburg mit „Voll Wach“. Bereits in ihrer Heimat Kolumbien war Clara Vélez schauspielerisch aktiv: In William Shakespeares Klassiker „Richard III.“ war sie als Königin Elizabeth mit der bekannten Theatergruppe Hora 25 zu sehen. Aber auch als Sängerin hat sich Clara Vélez einen Namen gemacht. So ist im vergangenen Jahr ihr Album „Lógica Contradicción“ entstanden. Mehrfach stand sie mit ihrem langjährigen Karl-May-Kollegen Anderson Farah mit dem Drama „Offene Zweierbeziehung“ auf der Bühne.


Frank Kessler

BUTTLER
Bei diesem Gegner müssen Winnetou und Old Shatterhand ganz schön aufpassen: Frank Kessler, der über den Kampfsport zur Schauspielerei kam, hat eine erfolgreiche Karriere in den Disziplinen Kung Fu, Taekwon-Do, Thai/Kickboxen und Karate hingelegt. Für die körperlichen Voraussetzungen der Freilichtbühne ist er bestens gerüstet. Am Kalkberg gibt der 49-Jährige sein Debüt als Schurke „Buttler“. Der Bruder des „Ölprinzen“ ist der Boss der Gangsterbande „die Finders“. Seine schauspielerische Ausbildung absolvierte er bei Teelke Langhanke in Berlin. Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler tritt er auch als Moderator auf und arbeitet als Sprecher. Zu seinen wichtigsten Kinofilmen zählen „Henri 4“, „Die Päpstin“ und „Männerpension“. Im Fernsehen stand er zuletzt für Dominik Grafs „Dreileben – Komm mir nicht nach“, „Tatort“ und „Der Staatsanwalt“ vor der Kamera. Er spielte bereits mit Schauspiellegende Sir Peter Ustinov und dem Weltstar John Goodman. Seine Hobbys: Fechten, Reiten, Skifahren, Rollerskates, Paragliding und Ringen.


Stephan A. Tölle

BANKIER DUNCAN UND PADDY
Nach zwei komischen Rollen als „Lord Castlepool“ und „Kas Timpe“ wird Stephan A. Tölle in diesem Jahr einen ernsten Part übernehmen: Als „Bankier Duncan“ gerät er in Lebensgefahr, denn der „Ölprinz“ lässt seine Kunden nur allzu gern „verschwinden“. Außerdem spielt der 35-Jährige noch den irischen Kneipenwirt „Paddy“. Nach Ende der Karl-May-Spielzeit 2010 drehte Stephan A. Tölle den Film „Spätlese“ für Das Erste. Anfang 2011 folgte eine Rolle im Streifen „Meine Frau – mein Chef“. Außerdem sah man ihn beim „Landarzt“, bei „Notruf Hafenkante“ und in Filmen wie „Woran mein Herz hängt“, „Zimtstern und Halbmond“ und „Nach der Hochzeit bin ich weg“. Häufig spielt er auch Theater. Engagements führten ihn an die Landesbühnen Rheinland-Pfalz, zu den Scherenburgfestspielen Gemünden, an das Alte Schauspielhaus Stuttgart und in die Komödie am Altstadtmarkt in Braunschweig. Dass er ein fabelhafter Jongleur ist, hat er auch schon den Karl-May-Zuschauern bewiesen. Weitere Talente: Feuerspucken, Schlagzeug-, Akkordeon- und Klavierspielen und Einrad-Fahren.

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