Hier können Sie den Flyer zu „Der Ölprinz“ als PDF-Datei herunterladen.

Hier können Sie das aktuelle Umbuchungsformular als PDF-Datei herunterladen.

Backstage


Ulrich Wiggers Regie

Ein Experte für aufwändige Theaterproduktionen hat die Regie bei den Karl-May-Spielen übernommen: Ulrich Wiggers. Nach seiner Ausbildung zum Schauspieler an der Folkwang-Hochschule in Essen arbeitete der gebürtige Oldenburger in Düsseldorf, Bremen, Essen, Bochum, Berlin und Wien. Er trat in Welterfolgen wie „Ein Käfig voller Narren“, „Les Misérables“ und „Tanz der Vampire“ auf. Beim ABBA-Musical „Mamma Mia!“ spielte er in der deutschen Uraufführung eine Hauptrolle und ging in der internationalen Produktion auf Europa-Tournee. Außerdem drehte er für Film und Fernsehen – zum Beispiel sah man ihn als Friedrich den Großen in der ZDF-Doku „Die Deutschen“. Von 2004 bis 2014 war er Schauspieldozent für Musical an der Universität der Künste in Berlin. An der Joop van den Ende Academy in Hamburg leitete er von 2011 bis 2014 den Fachbereich Schauspiel. Mittlerweile arbeitet Ulrich Wiggers fast ausschließlich als Regisseur. Auf der Freilichtbühne Tecklenburg landete er Erfolge mit „Der Schuh des Manitu“ (mit Alexander Klaws als „Ranger“), „Zorro“, „Shrek“, „Saturday Night Fever“ und „Artus – Excalibur“. Den Da Capo Musical Award als bester Regisseur gewann Ulrich Wiggers für „Les Misérables“ (2018) und „Doktor Schiwago“ (2019). Im Theater Magdeburg führte er Regie bei „Die Rocky-Horror-Show“ und „Chicago“ als Domplatz Open Air. In der Oper Magdeburg inszenierte er „Der kleine Horrorladen“, „Die drei Musketiere“ und „Die verkaufte Braut“ sowie „Meisterklasse“ am Schauspiel Magdeburg.


Michael Stamp Buch

Im Juli 1982 sah Michael Stamp als Kind seine allererste Vorstellung am Kalkberg – und ist seither ein Freund der Karl-May-Spiele. Als Journalist berichtete er viele Jahre lang über das Freilichttheater, bis es ihn reizte, selbst das Verfassen der Textbücher zu übernehmen. Nun gehört der Bad Segeberger schon zum 22. Mal als Autor zum Team und kennt jeden Winkel der einzigartigen Naturbühne. Sein Ansporn ist, das Publikum stets aufs Neue zu überraschen. Im Sommer 2021 brachte er im Indian Village das aufwändige Live-Hörspiel „Winnetou – Das Gold der Rocky Mountains“ als Autor und Regisseur auf die Bühne. Zuvor hatte sich Michael Stamp beruflich komplett dem Wilden Westen verschrieben. Der langjährige Zeitungsredakteur wurde Mediensprecher der Karl-May-Spiele. Er konzipierte die Backstage-Führungen hinter die Karl-May-Kulissen und erkundete persönlich mit Tausenden von Besuchern die geheimen Gänge der Bühne. In seiner Freizeit spielt er seit nahezu drei Jahrzehnten in der Kabarettgruppe „Die Schwarzbunten“, deren Autor er ebenfalls ist. Das Ensemble hat bislang rund 250.000 Euro für gute Zwecke eingespielt. Seine fantasievollen Kindermusicals werden in Schulen aufgeführt – zum Beispiel „Zirkus Makkaroni“, „Gespenster wie du und ich“ und „Port Monée – Die Legende des Piraten Hans Spatz“. Den Sender RTL belieferte er mit Gags für die Kult-Shows „Samstag Nacht“, „Freitag Nacht News“ und „Happiness“. Der Bundesverband deutscher Film-Autoren berief ihn bei Wettbewerben in die Jury. Seit einigen Jahren ist er – gemessen an der Zuschauerzahl – der erfolgreichste Bühnenautor im deutschsprachigen Raum.


Stefan Tietgen Produktions- und Spielleitung

Stellen Sie sich vor: Es gibt einen Menschen, der seit dem Jahr 2000 jede – und zwar wirklich: jede! – Vorstellung der Karl-May-Spiele gesehen hat. Und nicht nur das! Er hat sie sogar geleitet und dafür gesorgt, dass alle Schauspieler in der richtigen Sekunde auf der Szene erscheinen und auch sonst jedes Detail stimmt. Dieser Mann heißt Stefan Tietgen und übernimmt bei „Der Ölprinz“ zum 21. Mal die Produktions- und Spielleitung der Karl-May-Spiele. Für den Bad Segeberger ist das Wildwest-Theater eine richtige Herzensangelegenheit. Schon vor der jeweiligen Spielzeit hat Stefan Tietgen eine Menge Arbeit in die aufwändigen Theaterproduktionen gesteckt. Er gestaltet maßgeblich die Besetzung des Ensembles und des Teams hinter den Kulissen mit. Im Fernsehgeschäft ist er schon seit über 20 Jahren. Mit seiner Firma „Tietgen Entertainment“ arbeitet er unter anderem als Produktionsleiter der Hamburger „Fernsehmacher“. Wenn auf dem Bildschirm gekocht wird, ist Stefan Tietgen meist nicht weit: Er wurde für Kochshow-Klassiker wie „Die Küchenschlacht“, „Topfgeldjäger“ und „Lafer, Lichter, Lecker“ sowie – ganz aktuell – für „Chefkoch TV“ verpflichtet. Weiterhin begleitet er für das ZDF die Talkshow „Markus Lanz“ und für n-tv die Reihe „#beisenherz“. Für die Streaming-Plattform Joyn realisierte er das Influencer-Format „Shame Game“ mit Aaron Troschke. Seine aufwändigste Produktion war die Übertragung der Endrundenauslosung zur Fußball-WM 2006 in Leipzig.


Leif-Erik Heine Bühnenbild

nach einem Entwurf von Andreas Freichels

Der Weg zur Kunst führt manchmal über Umwege – so auch bei Leif-Erik Heine. Er jobbte während seines Studiums der Germanistik und Soziologie als Bühnentechniker am Theater. Dort merkte er, wie viel Spaß ihm das Gestalten von Bühnenbildern und Kostümen macht. Nach Abschluss des Studiums war er am Theater Magdeburg für zwei Jahre als Ausstattungsassistent tätig. Es dauerte nicht lange, bis er bei kleineren Produktionen seine eigenen Vorstellungen umsetzen durfte. Der nächste Schritt war der Wechsel als Bühnenbildassistent ans Theater Dortmund. Von da an entwarf er Bühnen- und Kostümbilder für verschiedenste Stücke. Seit 2016 bereichert Leif-Erik Heine die Theaterwelt als freier Ausstatter. Er war unter anderem am Grenzlandtheater Aachen, an den Schauspielbühnen Stuttgart, den Theatern Magdeburg, Dortmund und St. Gallen, an der Oper Leipzig und an der deutschen Oper am Rhein engagiert. Eine besonders intensive Zusammenarbeit verbindet ihn mit Regisseur Ulrich Wiggers, dem der nun auch an den Kalkberg folgte. Auf Grundlage eines Entwurfs des Hamburgers Andreas Freichels hat Leif-Erik Heine das Bühnenbild für „Der Ölprinz“ konzipiert – und ein Modell des Freilichttheaters im Maßstab 1:64 gebaut. Das gesamte Gelände wurde mit einer Drohne vermessen, mittels 3-D-Drucker in ein Modell verwandelt und liebevoll von Hand bemalt. Die Karl-May-Spiele sind für den Bühnenbildner eine neue Herausforderung. Er hat bislang eine ganze Reihe Schauspiele, Musicals, Opern und Operetten auf die Bühne gebracht. 2020 belegte er mit Regisseurin Ilaria Lanzino den 1. Platz beim 11. Europäischen Opernregie-Preis der Camerata Nuova und gewann damit die Chance, das gemeinsame Konzept 2021 im Teatr Wielki in Póznan in Polen zu verwirklichen.


Kati Heidebrecht Choreografie und Regieassistenz

Sie ist ein echtes Energiebündel und kümmert sich in ihrer ersten Karl-May-Saison gleich um zwei wichtige Jobs im Wilden Westen: Kati Heidebrecht. Als Regieassistentin ist sie die rechte Hand von Ulrich Wiggers, und als Choreografin sorgt sie für mitreißende Tanzszenen beim deutschen Treck und im Lager der kriegerischen Nijoras. Ihre Tanz-Ausbildung hat Kati Heidebrecht in ihrer Heimatstadt Hamburg, in London und New York absolviert. Auf der Bühne zu sehen war sie in erfolgreichen Großproduktionen wie „Starlight Express“, „Hair“, „Sister Act“, „Der Schuh des Manitu“ und „Hinter’m Horizont“. Oft war sie als „Dance Captain“ für die punktgenaue Umsetzung der tänzerischen Szenen verantwortlich. Beim Kult-Musical „Tanz der Vampire“ arbeitete sie mit Filmlegende Roman Polanski zusammen. Ab 2009 widmete sich Kati Heidebrecht verstärkt der Choreografie, seit 2015 hat sie sich vollständig auf das Kreative verlegt. Dabei bekam sie es zum Beispiel mit New Yorker Jugendbanden, Rittern, grünhäutigen Fabelwesen, französischen Widerstandskämpfern und fleischfressenden Pflanzen zu tun, denn zu ihren Engagements zählten „West Side Story“, „Artus Excalibur“, „Shrek“, „Les Misérables“ und „Der kleine Horrorladen“. Oft war sie an der Seite dreier Kollegen engagiert, die sie nun am Kalkberg wiedertrifft: Regisseur Ulrich Wiggers, Bühnenbildner Leif-Erik Heine und Hauptdarsteller Alexander Klaws. Eine Herzensangelegenheit ist es für sie, Kinder und Jugendliche in verschiedensten Projekten zu fördern und ihnen das Tanzen näherzubringen. In den sozialen Medien ist sie übrigens mit ihrem Spitznamen unterwegs, der auf eine höchst dynamische Zeichentrickheldin anspielt: „Kati Kabumm“.


Dirk Zilken Kostüme

Kleider machen Leute und Lederfransen machen Westleute – aber als Kostümbildner der Karl-May-Spiele muss man viele Stile und Facetten beherrschen: Zum vierten Mal übernimmt Dirk Zilken diese spannende Aufgabe. Mit großem Spaß und viel Kreativität ging er beispielsweise die Entwicklung und Umsetzung der Kostüme des eleganten Ölprinzen und der resoluten Treckführerin Rosalie Ebersbach an. Bei „Der Ölprinz“ besteht dieses Jahr zudem die besondere Herausforderung, zwei Apachenstämme so einzukleiden, dass die Krieger auf den ersten Blick zu unterscheiden sind. Aber Dirk Zilken kennt sich aus. Er kann auf eine langjährige Erfahrung als freiberuflicher Kostümbildner zurückgreifen. Ob Schauspieler, Stuntleute, Reiter oder Statisten – alle werden mit derselben Aufmerksamkeit betreut und ausgestattet. Oft sind es kleine Details, die aus einem Kostüm etwas ganz Besonderes machen. Aktuell kümmert er sich um zwei sehr schöne und fantasievolle Produktionen im Bereich Kindermusical: Dirk Zilken gestaltet die Kostüme für den Klassiker „Das Dschungelbuch“ im Kleinen Hoftheater und für die Weltpremiere der Inszenierung „Der achtsame Tiger“ fürs Schmidts Tivoli auf dem Hamburger Kiez.


Pia Norberg Maske

Sie hat noch aus jedem blassen Norddeutschen einen kernigen Westernhelden gemacht, dessen Gesicht nach der sengenden Sonne Arizonas aussieht: Zum zehnten Mal übernimmt Pia Norberg als Maskenbildnerin das Regiment über die Schminktöpfe der Karl-May-Spiele. Ihre Ausbildung zur Friseurin absolvierte sie beim Hamburger Starfriseur Gerhard Meir. Es folgte eine Ausbildung zur Maskenbildnerin an der Hamburgischen Staatsoper. Dort arbeitete sie noch drei weitere Jahre an großen Opernproduktionen und dem Ballett von John Neumeier. Parallel war Pia Norberg zu diversen Auslandseinsätzen unterwegs: den Salzburger Festspielen und Inszenierungen der Musicals „Cats“ und „Der König der Löwen“. Bei Fotoshootings, Werbeproduktionen und Musikvideos im In- und Ausland ist sie ebenfalls gefragt. Hierbei arbeitete Pia Norberg mit Weltstars wie Thomas Müller und Manuel Neuer zusammen, ebenso mit Big-Wave-Surfer Sebastian Steudtner. Seit 2018 ist sie Chefmaskenbildnerin der „Ruhrtriennale – Festival der Künste“. Für die Shows auf den Kreuzfahrtschiffen der Aida-Flotte entwickelte sie Perücken und Make-up-Designs. Bei Rolf Zuckowskis Musical „Die Weihnachtsbäckerei“ in Schmidts Tivoli gehörte sie ebenfalls zum Produktionsteam. Wenn in der Elbphilharmonie Stars wie Cecilia Bartoli, Hélène Grimaud oder Andrea Bocelli auftreten, wird ebenfalls Pia Norberg angerufen. Im vergangenen Jahr hat sie mit „My Maskerade“ ein Herzensprojekt mitentwickelt und die künstlerische Leitung übernommen. Vier Vorschulklassen der Stadtteilschule Wilhelmsburg befassen sich mit dem Thema Maske. Pia Norberg liebt es, mit Schülern aus ihrem Stadtteil die Leidenschaft zur Maskenbildnerei zu teilen.


Katja Paprzik Requisite

Sie ist im Wilden Westen die Frau für das „Gedöns“, wie sie die Requisiten augenzwinkernd nennt – und das schon zum 15. Mal. Die Hamburgerin sorgt dafür, dass bei den Karl-May-Spielen nicht nur Darsteller, Pferde und Pyrotechnik auf der Bühne sind, sondern auch all die Kleinigkeiten, die den Wilden Westen erst lebendig und liebenswert machen. Nach dem Abitur studierte Katja Paprzik Kunstgeschichte und machte eine Ausbildung zur Kunstglaserin. Es folgten Stationen an zahlreichen Theatern, dann Film und Werbung. Schließlich landete sie bei der „Sesamstraße“. Sie genoss es, Requisiten für die Puppen anzufertigen. Für das Hamburger Musical „Der König der Löwen“ kümmerte sie sich in der „Puppet-Abteilung“ unter anderem um die Masken der Löwen „Scar“ und „Mufasa“, setzte Kostüme instand und half den Darstellern bei den schnellen Kostümwechseln. Außerdem stattete sie das Musical „Flashdance“ aus, hatte einige Jobs in der Werbung und arbeitete für die Zeitschrift geo. Vom NDR wurde sie für die Kult-Comedy „Der Tatortreiniger“ engagiert – ebenso schon oft für den Kieler „Tatort“. Auch die „SOKO Hamburg“, „Guidos Deko-Queen“ und die Werbeagentur des Videospielherstellers Nintendo nutzen ihre Kenntnisse. Bei zwei historischen Kinofilmen richtete sie die Filmsets ein. Katja Paprzik arbeitete für die NDR-Reihe „Bewegungsdocs” und die ARD-Serie „Die Kanzlei”. Auch für die Backstage-Führungen der Karl-May-Spiele in den Sommern 2020 und 2021 suchte sie die originellsten Requisiten aus dem Fundus – die Besucher waren begeistert.


Dr. Steve Szigeti Stunt-Koordination

Die Karl-May-Stuntleute bringen ihren eigenen Doktor mit – doch keine Sorge: Sie brauchen nur relativ selten einen Mediziner. Dr. Steve Szigeti ist aber ohnehin ein Doktor der Rechte. Wenn es aber bei ihm ans „Ausfechten“ geht, hat das nicht nur etwas mit Einsprüchen und Revisionen in erster und zweiter Instanz zu tun: Er ist ein echter Stunt-Experte. Als ehemaliger Vielseitigkeits-Sportler und Athlet der Olympia-Auswahl im mehrmaligen Weltmeister-Team von Ungarn im Modernen Fünfkampf war er für Action- und Bodystunts prädestiniert. Jenseits der Juristerei gehören zu seinem Repertoire spannende Actionszenen, Reiterstunts sowie Abstürze und Explosionen. Außerdem entwickelt er technische Stunteinrichtungen und tüftelt akribisch an der Realisierung selbst der schwierigsten Aufgaben. Wenn im Sommer eine Film- oder TV-Produktion anruft, hat Steve Szigeti nur wenig Zeit und Kapazitäten frei, denn die Monate Juni bis September sind für die Karl-May-Spiele reserviert – und das schon zum 13. Mal. Seit über 40 Jahren sorgt der deutsch-ungarische Action-Experte in internationalen Film-, Fernseh- und Theater-Produktionen für Spannung. Dass der Kerpener einer der führenden Experten für Stunts in Deutschland ist, stellte er seit dem Start im TV-Mehrteiler „Michael Strogoff – Der Kurier des Zaren“ mit Raimund Harmstorf in vielen Kinostreifen unter Beweis: „Die Mumie“, „Four Feathers“, „Eragon“, „Evita“ und „Red Heat“ mit Arnold Schwarzenegger. Unter der Leitung der Hollywood-Legende Ridley Scott drehte er „Königreich der Himmel“ mit Orlando Bloom. Stars wie Brad Pitt lernte er beim Kult-Actionfilm „World War Z“ kennen. Mit John Cusack drehte den Gänsehautkrimi „The Raven“ von Edgar Allen Poe. Bei den TV-Mehrteilern „Die Säulen der Erde“, „Die Tore der Welt"  und „Die Borgias“ waren weitere internationale Stars seine Kollegen: Oscar-Preisträger Eddie Redmayne, Götz Otto, Donald Sutherland, Ian McShane und Jeremy Irons. Auch für das deutsche Fernsehen ist er tätig – zum Beispiel für „Tatort“, „Ein Fall für Zwei“ und früher bei der beliebten RTL-Serie „Der Clown" mit Sven Martinek, den er jüngst öfter bei „Morden im Norden“ wiedersah. Produktionen wie „Notruf Hafenkante“, „Wilsberg“, „Der Usedom-Krimi“ sowie die Netflix-Serien „Last Kingdom“ und „Barbaren“ ergänzen das Gesamtbild. 


Uwe Preuss Pyrotechnik

Wenn im Wilden Westen von Bad Segeberg Feuerbälle in die Luft schießen, es brennt und Planwagen explodieren, dann hat er gerade auf den Knopf gedrückt: Uwe Preuß, Chef der Firma Preuss Effekte GmbH. Pyrotechnik und Spezialeffekte zündet er seit weit über 30 Jahren. Ob bei Helene Fischer, Andrea Berg, den Bee Gees, den Hollies, Cliff Richard, Jürgen Drews, Santiano oder Scooter, aber auch bei Produktionen mit Martin Semmelrogge und Christian Kohlund war Uwe Preuß im Einsatz und hat das Bühnenfeuerwerk und die Special Effects abgefeuert. Er betreute Shows wie die „Ballermann-Hits“ auf Mallorca, die Apres-Ski-Fete in St. Anton und auch für die erfolgreiche RTL-Show „Let’s Dance“ hat er schon gearbeitet. Bei Fernsehfilmen, Theaterstücken, Open-Air-Veranstaltungen, Kindersendungen, bei Firmen- und Stadtfesten sowie Geburtstagen und Hochzeiten sind seine Spezialeffekte ebenfalls gefragt. Zuletzt kümmerte er sich um die Special Effects beim Auftritt von Künstlern wie Howard Carpendale in der ARD-Show „Klein gegen Groß“ mit Kai Pflaume. Außerdem sorgte er bei den letzten beiden Konzerten der legendären Puhdys in der Berliner Mercedes-Benz-Arena für das spektakuläre Bühnenfeuerwerk. Von 2016 bis 2018 war er für die Spezialeffekte beim Piratenspektakel in Eckernförde zuständig. Bei der Eröffnungs-Gala der Internationalen Tourismus Börse in Berlin kümmerte sich Uwe Preuß ebenfalls um die Effekte. Seit der Saison 2001 gehört der Berliner zum Team der Karl-May-Spiele und hatte in dieser Zeit, wie er sagt, am Kalkberg die größten Herausforderungen in seiner Spezialeffektfirma.


Sylvia Kassel Pferdebetreuung/Reittraining

Viele Schauspieler haben das Reiten als besondere Fähigkeit in der Vita stehen – und auf einer ruhigen Koppel klappt das meist auch. Aber wenn sie bei den Karl-May-Spielen plötzlich zwischen Tausenden von Besuchern auf engen Pfaden reiten sollen, inmitten knallender Colts und Explosionen, dann brauchen sie dringend jemanden, der sie dafür fit macht: Sylvia Kassel, die seit 1996 für Pferdebetreuung und Reittraining verantwortlich ist. Sie hat bisher noch jeden angehenden Westmann und Indianer aufs Pferd bekommen und dafür gesorgt, dass er dort auch bleibt. Sie ist ganzjährig bei der Kalkberg GmbH beschäftigt, denn auch außerhalb der Saison müssen die rund 20 Pferde der Karl-May-Spiele trainiert werden. Das war in den vergangenen beiden Sommern ohne Wildwest-Aufführungen natürlich umso wichtiger. Das geübte Auge von Sylvia Kassel entscheidet darüber, ob ein Pferd eine Karl-May-Karriere startet oder nicht. Die Tiere müssen vom Charakter her in Ordnung sein, sollten ein Stockmaß von 150 bis 160 Zentimeter haben (also nicht zu groß oder zu klein sein) und über ein stabiles Nervenkostüm verfügen. Gerade hat sie den fünf-jährigen Rappen Onyx neu in die Herde der Karl-May-Mustangs aufgenommen. Im Alter von zehn Jahren hatte Sylvia Kassel einst selbst mit dem Reiten angefangen. Schnell nahm sie an Vielseitigkeitsturnieren teil und wirkte – natürlich – auch als Reiterstatistin bei den Karl-May-Spielen mit. Sie machte ihren Reitwart und trainierte Traber für die Rennbahn. Schließlich übernahm sie das „Pferde-Management“ am Kalkberg.


Marc Francisco Inspizienz

Wie mancher im Karl-May-Team hat der neue Inspizient die Spiele schon als Kind lieben gelernt: Marc Francisco war sechs Jahre alt, als er 1989 im weiten Freilichtrund saß. Seither hat der gebürtige Elmshorner kein einziges Wildwest-Abenteuer verpasst. Zehn Jahre später war er auf Werbefahrten für Winnetou unterwegs. Nach einer Lehre zum Elektroinstallateur fasste er den Entschluss, fortan auf der Freilichtbühne mitzumischen und bewarb sich 2005 als Komparse. „Mal sehen, ob die dich nehmen…“ Sie nahmen ihn. 2009 tauschte er den Bühnen-Job aber gegen eine andere Aufgabe: Er wurde Tonassistent. Nach kurzer Karl-May-Pause im Jahr 2010 kehrte Marc Francisco als Komparse zurück – und blieb. 936 Vorstellungen hat er auf der Freilichtbühne gespielt. 2021 gehörte er dem Ensemble des Live-Hörspiels „Winnetou – Das Gold der Rocky Mountains“ im Indian Village als Geräuschemacher an. Dort ließ er (rein akustisch) Pferde galoppieren, Peitschen knallen, Gläser scheppern – und legte sich in einer Sprechrolle als Eisenbahner sogar mit Sam Hawkens an. In der Saison 2022 wird er nun als Inspizient der neue Chef der Karl-May-Hinterbühne. Sein langjähriger Vorgänger Jan Erik Stahl hatte Marc Francisco einst für die Arbeit beim Fernsehen interessiert. Seither ist er freier Mitarbeiter beim NDR und im Studio Hamburg, wo er beispielsweise bei Quizshows mit Jörg Pilawa, Kai Pflaume und Alexander Bommes für die Betreuung von Kandidaten und Prominenten wie Verona Pooth, Heino Ferch und Jürgen Vogel zuständig ist. Bei „Gefragt – Gejagt“ weist er die Quizteilnehmer ein. Weitere Highlights waren seine Arbeit beim Deutschen Radiopreis und bei der Goldenen Kamera, wo er auf Hollywoodstar Colin Farrell traf.


Daniel Hillebrandt Produktions-Koordination

2018 war Daniel Hillebrandt erstmals für die Produktionskoordination der Karl-May-Spiele verantwortlich – und in diesem Jahr zieht es ihn nun zum dritten Mal an den Kalkberg. Während der Karl-May-Probenzeit kümmert er sich in Bad Segeberg um die Koordination der Arbeiten und das Aufstellen der Tagespläne. Er bringt eine Menge Erfahrung als Aufnahmeleiter im Fernsehgeschäft und in der Werbung mit. Der gebürtige Nürnberger hat Hamburg schon länger zu seiner Wahlheimat erklärt und wohnt im Stadtteil Wandsbek. Zu seinen beruflichen Highlights gehören für ihn große Spielfilmproduktionen wie beispielsweise der Dreh von „Buddy“ mit Michael „Bully“ Herbig und die deutsch–holländische Spielfilmproduktion „Romys Salon“. Er arbeitet als Studio Producer für das exklusive Studio NX, nimmt sich für Bad Segeberg aber gern eine Auszeit. Bei Sat.1 hat er schon selbst Regie geführt – und als Autor zwei Drehbücher für das Nachmittagsfernsehen geschrieben. Für diesen Sender war Daniel Hillebrandt sogar mehrere Monate im Ausland, um die Umsetzung eines neuen Casting-Formats zu unterstützen. Zu seinen Hobbys gehört, wann immer es seine Zeit erlaubt, das Skateboard-Fahren. Außerdem hat er das Bouldern für sich entdeckt – eine Klettersportart, bei der man nicht auf gutes Wetter angewiesen ist.


Dorothee Euler Produktions-Assistenz

Dorothee Euler ist in Schleswig-Holstein aufgewachsen und war schon als Kleinkind ein großer Fan der Winnetou-Filme und -Geschichten. Nach ihrem Abitur schlug sie zuerst den sozialen Weg ein und wurde Ergotherapeutin; doch Theater und Film haben sie so stark interessiert, dass sie schließlich Kulturwissenschaften mit Hauptfach Medien und Theater in Hildesheim studierte. Schon während des Studiums entdeckte sie ihre Leidenschaft für die Organisation hinter der Bühne. „Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass am Ende alles auf der Bühne läuft.“ Als freiberufliche Regieassistentin hat sie für einige Produktionen am Kieler Werftparktheater, am Theater Osnabrück und am Theater Heilbronn gearbeitet. Ein weiteres Mal ihren Teil zu den Karl-May-Spielen beizutragen, freut sie sehr – gerade nach der unfreiwillig langen Pause.


Thomas Fuß Tontechnik und Sounddesign

Er hat schon mit Roger Chapman gearbeitet, mit Michy Reincke, Vicky Leandros und Stefan Gwildis. Seit 2001 ist Thomas Fuß verantwortlicher Tonmeister der Karl-May-Spiele in Bad Segeberg und stellt sicher, dass die Zuschauer auf allen Plätzen optimal beschallt werden. Er betreibt die Firma Beller Medien Systeme, plant und betreut Veranstaltungen außerhalb von TV und Theater für Industriekunden. Nach einer Lehre zum Elektroinstallateur hat sich Thomas Fuß als Tontechniker selbstständig gemacht. Dieser Job führte ihn durch ganz Europa. So war er mit den Tourneeproduktionen „Best Of Broadway“, „Golden Gospel Singers“, dem Musical „Chicago“ und den „Golden Musicals Of Broadway“ unterwegs und zählte bei der Open-Air-Inszenierung von „Carl Orffs Carmina Burana“ zum Team.  Zudem hat er für etliche Industrieproduktionen am Mischpult gestanden. Der Norddeutsche Rundfunk holte ihn zur „NDR-Talkshow“, zur „Aktuellen Schaubude“ und anderen Unterhaltungssendungen. Er arbeitete für allerlei Talkformate und Shows bei Sat.1, ProSieben und das ZDF (zum Beispiel „Johannes B. Kerner“, „Markus Lanz“, „Lafer, Lichter, Lecker“ und „Die Küchenschlacht“). Aktuell kümmert er sich um das spaßige Quiz „Wer weiß denn sowas?“ mit Kai Pflaume, Bernhard Hoëcker und Elton, „Gefragt-Gejagt“ mit Alexander Bommes unddiverse Quizshows mit Jörg Pilawa. Außerdem war er beim überjazz- und beim elbjazz-Festival.


Horst Lipsius und Heinrich Morsdorf Waffenmeister

Sie sind die Herren der „Donnerbüchsen“. Horst Lipsius und Heinrich Morsdorf sorgen dafür, dass Winnetous Silberbüchse und Old Shatterhands Henrystutzen bei allen Auftritten zuverlässig funktionieren – schließlich sollen die Helden auch immer heldenhaft wirken. Die beiden Waffenmeister sind aber nicht nur für die Gewehre der Blutsbrüder zuständig, sondern statten auch alle Westleute und Krieger auf der Bühne mit stilechten Schießeisen aus. Horst Lipsius übernimmt darüber hinaus den Kauf der Colts und Gewehre, das Laden der Waffen, das Reinigen und erledigt kleinere Reparaturen. Er gehört zum zehnten Mal zum Karl-May-Team. Der Sportschütze hat natürlich die Waffen-Sachkundeprüfung und nimmt diese bei Sportschützen-Prüfungen auch selbst ab. Neben den Karl-May-Spielen hat Horst Lipsius noch einen anderen „Job“: Er restauriert Oldtimer und fährt bei Oldtimer-Rennen mit. Beim Live-Hörspiel „Winnetou – Das Gold der Rocky Mountains“ im Indian Village war er im Sommer 2021 ebenfalls im Einsatz und sorgte mit handgefertigten Patronen dafür, dass die Lautstärke des Knalls genau auf die kleinere Bühne abgestimmt war. Zum sechsten Mal teilt er sich seine Aufgaben am Kalkberg mit Heinrich Morsdorf. Der ehemalige Erste Polizeihauptkommissar in Hamburg wollte als Pensionär nicht nur zu Hause sitzen, sondern weiter „etwas um die Ohren“ haben. Der Sportschütze hat ebenfalls die Waffen-Sachkundeprüfung und war Vorsitzender des Schützenvereins seines Wohnortes Schmalfeld.

(nach oben)