Backstage


Ulrich Wiggers Regie

Ein Experte für aufwändige Theaterproduktionen wie Freilichtaufführungen und Musicals übernimmt die Regie bei den Karl-May-Spielen: Ulrich Wiggers. Nach seiner Ausbildung zum Schauspieler an der Folkwang-Hochschule in Essen arbeitete der gebürtige Oldenburger an den Schauspielhäusern in Düsseldorf, Bremen, Essen und Bochum. Ebenso spielte er im Theater an der Wien und im Theater des Westens in Berlin. Ulrich Wiggers trat in Welterfolgen wie „Ein Käfig voller Narren“, „Les Míserables“ und „Tanz der Vampire“ auf. Beim ABBA-Musical „Mamma Mia!“ übernahm er in der deutschen Uraufführung eine Hauptrolle und ging in der internationalen Produktion auf Tour durch Europa. Außerdem drehte er für Film und Fernsehen. Man sah ihn in Krimi- und Actionserien sowie als Friedrich den Großen in der ZDF-Doku „Die Deutschen“. Von 2004 bis 2014 war er Schauspieldozent im Fachbereich Musical an der Universität der Künste in Berlin. An der Joop van den Ende Academy in Hamburg leitete er von 2011 bis 2014 den Fachbereich Schauspiel. Mittlerweile arbeitet Ulrich Wiggers nahezu ausschließlich als Regisseur für Schauspiel, Oper, Operette und Musical. Auf der Freilichtbühne Tecklenburg landete er mit „Der Schuh des Manitu“ einen Riesenerfolg mit Alexander Klaws als „Ranger“. An gleicher Stelle inszenierte er „Zorro“, „Shrek“, „Saturday Night Fever“ und „Artus – Excalibur“. Den „Da Capa Musical Award“ als bester Regisseur gewann Ulrich Wiggers für „Les Misérables“ (2018) und „Doktor Schiwago“ (2019).


Michael Stamp Buch

Seine erste Eintrittskarte für die Karl-May-Spiele hat er vor kurzem in einem Fotoalbum wiederentdeckt. Im Juli 1982 sah Michael Stamp seine allererste Vorstellung im Bad Segeberger Freilichttheater – und ist seither ein Freund der Spiele. Als er Abitur machte, nahm er sich zwei Dinge ganz fest vor: Journalist zu werden – und die Stücke für die Karl-May-Spiele zu schreiben. Ein paar Jahre später war beides Wirklichkeit geworden. Nun gehört der Bad Segeberger schon zum 21. Mal als Autor zum Karl-May-Team. Seit 1998 hat er nur in einer einzigen Saison pausiert. Die Abenteuer für die Karl-May-Spiele sind immer schon im Januar fertig, denn schließlich müssen Schauspieler engagiert, Spezialeffekte geplant, Kostüme geschneidert und die Kulissen gebaut werden. Der 50-Jährige kennt jeden Winkel der einzigartigen Naturbühne; sein Ansporn ist, das Publikum stets zu überraschen. Im Herbst 2018 stand er mit seiner Kabarettgruppe „Die Schwarzbunten“ wieder selbst auf der Bühne. Das Ensemble spielt endet seine Einnahmen für gute Zwecke und hat bisher rund 250.000 Euro eingespielt. Seine fantasievollen Kindermusicals werden mit wachsender Begeisterung in Schulen aufgeführt – zum Beispiel „Zirkus Makkaroni“, „Gespenster wie du und ich“ und „Port Monée – Die Legende des Piraten Hans Spatz“. Den Sender RTL belieferte er mit Gags für die Kult-Shows „Samstag Nacht“, „Freitag Nacht News“ und „Happiness“. Der Bundesverband deutscher Film-Autoren berief ihn bei Wettbewerben mehrfach in die Jury.


Stefan Tietgen Produktions- und Spielleitung

Stellen Sie sich vor: Es gibt einen Menschen, der seit dem Jahr 2000 jede – und zwar wirklich: jede! – Vorstellung der Karl-May-Spiele gesehen hat. Und nicht nur das! Er hat sie sogar geleitet und dafür gesorgt, dass alle Schauspieler in der richtigen Sekunde auf der Szene erscheinen und auch sonst jedes Detail stimmt. Dieser Mann heißt Stefan Tietgen und übernimmt bei „Der Ölprinz“ zum 21. Mal die Produktions- und Spielleitung der Karl-May-Spiele. Für den 50-jährigen Bad Segeberger ist das Wildwest-Theater eine richtige Herzensangelegenheit. Schon vor der jeweiligen Spielzeit hat Stefan Tietgen eine Menge Arbeit in die aufwändigen Theaterproduktionen gesteckt. Er gestaltet maßgeblich die Besetzung des Ensembles und des Teams hinter den Kulissen mit. Vor zwei Jahren hat er „Tietgen Entertainment“ gegründet – ein Unternehmen, das von Bad Segeberg aus unterhaltsame Fernsehproduktionen aller Art auf die Bildschirme bringt. Darüber hinaus ist er Produktionsleiter der Hamburger „Fernsehmacher“. Wenn übrigens auf dem Bildschirm gekocht wird, ist Stefan Tietgen meist nicht weit: Er wurde für Kochshows wie „Die Küchenschlacht“, „Topfgeldjäger“, „Born to cook“ und „Lafer, Lichter, Lecker“ verpflichtet, weiterhin begleitet er die Talkshow „Markus Lanz“. Für Sat.1 stellte Stefan Tietgen Spielshows mit Hugo Egon Balder und Hella von Sinnen auf die Beine. Seine bislang größte Produktion war die Übertragung der Endrundenauslosung zur Fußball-WM 2006 in Leipzig.