Ensemble


Alexander Klaws Winnetou

Als Winnetou hat sich Alexander Klaws (36) im Sommer 2019 auf Anhieb in die Herzen der Bad Segeberger Karl-May-Zuschauer gespielt. Die Mischung aus körperlichem Einsatz und der würdevollen Aura des Häuptlings begeisterten die Besucher. Seinen bundesweiten Durchbruch hatte Alexander Klaws 2003, als er die erste Staffel der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ gewann. Mit seiner Debüt-Single „Take Me Tonight“, die sich mehr als eine Million Mal verkaufte, und auch mit der Dieter-Bohlen-Ballade „Free Like the Wind“ schaffte er es auf Platz 1 der deutschen Charts. Insgesamt verkaufte er bislang über 3,2 Millionen Tonträger. Doch auf diesen Erfolgen ruhte sich Alexander Klaws nicht aus.
Er absolvierte an der renommierten „Joop van den Ende Academy“ in Hamburg ein Gesangs-, Tanz- und Schauspielstudium. 2006 wurde er von Roman Polanski persönlich für das Musical „Tanz der Vampire“ in Berlin engagiert und spielte bis 2008 die Rolle des Alfred – jene Figur, die Polanski im Kultfilm selbst verkörpert hatte. Von der Musicalbühne ging es für Alexander Klaws ins TV-Studio. Von 2008 bis 2010 war er in der Telenovela „Anna und die Liebe“ von Folge 2 bis 427 als Lars Hauschke zu sehen. Im Mai 2010 übernahm er die Hauptrolle im Walt-Disney-Musical  „Tarzan“ am Stage Theater Neue Flora in Hamburg. Im Sommer 2013 wechselte Alexander Klaws zu den Freilichtspielen in Tecklenburg und spielte den „Ranger“ in „Der Schuh des Manitu“. Außerdem war er  bei der Musical-Ensemble-Tour „Hollywood Nights – die schönsten Filmhits aller Zeiten“ dabei. Auch 2014 und 2016 war Alexander Klaws in Tecklenburg zu erleben: als Titelheld im Musical „Joseph“ und als „Tony Manero“ in „Saturday Night Fever“. Anschließend spielte er im Opernhaus Dortmund und im Theater Basel die Hauptrolle in „Jesus Christ Superstar“ und übernahm den „Tarzan“ in Oberhausen. Im Berliner Theater des Westens begeisterte er das Publikum bis Ende 2018 bei „Ghost – Nachricht von Sam“ in der Rolle, die einst Patrick Swayze verkörpert hatte.Dafür erhielt er bei den Broadway World Award Germany, die Auszeichnung als bester Schauspieler in einem Musical. Alexander Klaws wurde mehrfach als bester männlicher Darsteller mit dem Da-Capo-Musical-Award geehrt. 2014 erhielt er bereits für „Joseph“ den Broadway World Award Germany. Alexander Klaws war mit „Disney in Concert“ und „Die größten Musicalhits aller Zeiten“ auf ausverkaufter Hallentournee durch Deutschland. Aktuell spielt er in der Schweiz eine der Hauptrollen in „Knie – das Circus Musical“ und ist mit einem persönlichen Musikprogramm - einem Querschnitt aus Pop, Musical und Filmhits - durch Deutschland unterwegs.
 


Sascha Hehn Der Ölprinz

Sascha Hehn hat in zwei der größten Erfolge der deutschen Fernsehgeschichte die Hauptrollen gespielt. Als charmanter „Chefsteward Victor“ auf dem ZDF-„Traumschiff“ wurde er bundesweit bekannt. Wenig später engagierte ihn der legendäre TV-Produzent Wolfgang Rademann für „Die Schwarzwaldklinik“ als Dr. Udo Brinkmann, den rebellischen Sohn des Chefarztes Prof. Klaus Brinkmann (Klausjürgen Wussow). Bis zu 28 Millionen Zuschauer saßen vor dem Fernseher.  Auch in den beiden Fortsetzungen „Die Schwarzwaldklinik – die nächste Generation“ und in  „Die Schwarzwaldklinik – Neue Zeiten“ war er in dieser Rolle zu sehen. Diese Specials erreichten ebenfalls ein Millionenpublikum. In Bad Segeberg übernimmt er als Grinley, den sie an den Lagerfeuern des Westens nur den „Ölprinzen“ nennen, die Rolle des Edelschurken.

Sascha Hehn ist ohnehin ein sehr vielseitiger Künstler. Auch mit der Arbeit im Synchronstudio feierte er schon große Erfolge. 2001 übernahm er die Titelrolle in „Shrek – Der tollkühne Held“. Im Original wird der grünhäutige Oger von Hollywoodstar Mike Myers gesprochen. Sascha Hehn stand auch für die drei Fortsetzungen „Shrek 2 – Der tollkühne Held kehrt zurück“ (2004), „Shrek – der Dritte“ (2007) und „Für immer Shrek“ (2010) und zwei Specials vor dem Mikrofon.

Aber die See rief erneut nach dem prominenten Schauspieler: Von 2014 bis Anfang 2019 war Sascha Hehn in der Nachfolge von Siegfried Rauch als „Traumschiff“-Kapitän Victor Burger zu erleben. Eine weitere Serie, die Sascha Hehn prägte, war „Frauenarzt Dr. Markus Merthin“von 1994 bis 1997 mit 53 Folgen. Mit einer großen Portion Selbstironie überzeugte Sascha Hehn in dem innovativen Comedyformat „Lerchenberg“, in dem er sich selbst spielte.

Im Laufe seiner Karriere hat Sascha Hehn viele TV-Filme gedreht – beispielsweise „Liebe auf Mallorca“, „Im Tal des Schweigens“, „Zwei Herzen und ein Edelweiß“, „Das Musikhotel am Wolfgangsee“ und „Ein Sommer in Schottland“. Zu seinen internationalen Produktionen zählen die australische Abenteuerserie „Auf Wiedersehen Charlie“, „Whispering Death“ und „Armes reiches Mädchen – Die Geschichte der Barbara Hutton“. Auch auf der Theaterbühne hat Sascha Hehn sein Publikum immer wieder begeistert – unter anderem in William Shakespeares „Wie es euch gefällt“ bei den Salzburger Festspielen, in Jean Cocteaus’ „Der Doppeladler“, in Johann Wolfgang von Goethes „Egmont“ am Hamburger Ernst Deutsch Theater und in „Die Katze auf dem heißen Blechdach“ von Tennessee Williams.


Katy Karrenbauer Rosalie Ebersbach

Katy Karrenbauer gehört zu den markantesten Charakterschauspielerinnen im deutschen Fernsehen – und als kernige Treckführerin Rosalie Ebersbach, geborene Morgenstern, verwitwete Leiermüller wird sie bei den Karl-May-Spielen ebenso für komödiantische wie actionreiche Momente sorgen. Mit scharfer Zunge und geladenem Gewehr verschafft sie sich Respekt in einer ansonsten von Männern beherrschten Welt.

Ihre dunkel-herbe Stimme, ihr rauer Charme und ihr unverwechselbares Auftreten haben Katy Karrenbauer schon in den 90er Jahren zum bestimmenden Gesicht der RTL-Kultserie „Hinter Gittern – Der Frauenknast“ gemacht. Zehn Jahre lang verkörperte sie bis Ende 2006 in über 400 Folgen die Bankräuberin Christine Walter, die einfach nur „Walter“ genannt wurde. 1999 wurde sie für diese Rolle in der Kategorie „Beste Schauspielerin“ für den Deutschen Fernsehpreis nominiert. Aber die gebürtige Duisburgerin, die in Kiel aufgewachsen ist, hat sich nie auf diese Rolle festlegen lassen, sondern unterschiedlichste Figuren verkörpert. Das Publikum erlebte sie unter anderem in „In aller Freundschaft“, „Notaufnahme“, „Balko“, „Der letzte Bulle“, „Großstadtrevier“, „Alarm für Cobra 11“, „Notruf Hafenkante“, „Verbotene Liebe“, „Plötzlich Papa“, „Putzfrau Undercover“, „Alles war zählt“, „Crazy Race I-IV“, „Spiel mir das Lied und du bist tot“, „Heldt“, „Das Joshua-Profil“, „Soko Köln“ und „Soko Stuttgart“.

Eine besonders reizvolle Aufgabe bot ihr die ZDF-Krimiserie „Die Spezialisten – Im Namen der Opfer“: Katy Karrenbauer schlüpfte von 2016 bis 2019 in 48 Folgen in die Rolle der Leiterin der Forensikabteilung, Dr. Dorothea Lehberger. Für das Kino drehte Katy Karrenbauer beispielsweise „Max und Moritz Reloaded“, „Was am Ende zählt“, „Late Show“, „Sieben Zwerge 2- Der Wald ist nicht genug“, „Cloud Atlas“, „Zettl“, „Vielmachglas“ sowie „Kartoffelsalat 1 und 3“. Für „Härte“ wurde sie von der Deutschen Filmakademie mit dem Jaeger-LeCoultre-Preis ausgezeichnet. 2011 zog es Katy Karrenbauer ins legendäre RTL-Dschungelcamp. Dort kam sie bis ins Finale und belegte am Ende den 2. Platz.

Die Musik spielt in Katy Karrenbauers Leben ebenfalls eine wichtige Rolle. Mit nur 13 Jahren schrieb sie erste Songs und begann eine klassische Gesangsausbildung zur Mezzosopranistin. Sie sang in Rockbands, besuchte die Schauspielschule Kiel und spielte später in Bühnenstücken wie „Kassandra“, „Quartett“, „Parzifal“, „Fairy Queen“, „Wie es euch gefällt“ und begeisterte in Musicals – zum Beispiel als Magenta in „The Rocky Horror Picture Show“ am MIR und am Staatstheater Saarbrücken und als Nonne Robert Ann in „Nonnsens“. 1995 veröffentlichte Katy Karrenbauer die CD „Vorhang auf“ mit eigenen Songinterpretationen. Es folgten Alben wie „Hand aufs Herz“ und „Trau dich“. Auf dem Serien-Album „Hinter Gittern“ (2002) sang sie acht Lieder, schrieb die Texte und trat als Co-Produzentin auf. Die CD hielt sich über Wochen in den Top Ten, verkaufte sich über 180.000 Mal und wurde mit Gold ausgezeichnet. Dazu ist Katy Karrenbauer auch als Autorin bekannt. 1999 veröffentlichte sie den Gedichtband „Was geht - bleibt“, 2009 „Das Leben ist kein Fischfurz“ mit Kurzgeschichten aus ihrem Leben und 2010 „Die Freiheit nehm ich mir“.