Katy Karrenbauer Rosalie Ebersbach

Katy Karrenbauer gehört zu den markantesten Charakterschauspielerinnen im deutschen Fernsehen – und als kernige Treckführerin Rosalie Ebersbach, geborene Morgenstern, verwitwete Leiermüller wird sie bei den Karl-May-Spielen ebenso für komödiantische wie actionreiche Momente sorgen. Mit scharfer Zunge und geladenem Gewehr verschafft sie sich Respekt in einer ansonsten von Männern beherrschten Welt.

Ihre dunkel-herbe Stimme, ihr rauer Charme und ihr unverwechselbares Auftreten haben Katy Karrenbauer schon in den 90er Jahren zum bestimmenden Gesicht der RTL-Kultserie „Hinter Gittern – Der Frauenknast“ gemacht. Zehn Jahre lang verkörperte sie bis Ende 2006 in über 400 Folgen die Bankräuberin Christine Walter, die einfach nur „Walter“ genannt wurde. 1999 wurde sie für diese Rolle in der Kategorie „Beste Schauspielerin“ für den Deutschen Fernsehpreis nominiert. Aber die gebürtige Duisburgerin, die in Kiel aufgewachsen ist, hat sich nie auf diese Rolle festlegen lassen, sondern unterschiedlichste Figuren verkörpert. Das Publikum erlebte sie unter anderem in „In aller Freundschaft“, „Notaufnahme“, „Balko“, „Der letzte Bulle“, „Großstadtrevier“, „Alarm für Cobra 11“, „Notruf Hafenkante“, „Verbotene Liebe“, „Plötzlich Papa“, „Putzfrau Undercover“, „Alles was zählt“, „Crazy Race I-IV“, „Spiel mir das Lied und du bist tot“, „Heldt“, „Das Joshua-Profil“, „Soko Köln“ und „Soko Stuttgart“.

Eine besonders reizvolle Aufgabe bot ihr die ZDF-Krimiserie „Die Spezialisten – Im Namen der Opfer“: Katy Karrenbauer schlüpfte von 2016 bis 2019 in 48 Folgen in die Rolle der Leiterin der Forensikabteilung, Dr. Dorothea Lehberger. Für das Kino drehte Katy Karrenbauer beispielsweise „Max und Moritz Reloaded“, „Was am Ende zählt“, „Late Show“, „Sieben Zwerge 2- Der Wald ist nicht genug“, „Cloud Atlas“, „Zettl“, „Vielmachglas“ sowie „Kartoffelsalat 1 und 3“. Für „Härte“ wurde sie von der Deutschen Filmakademie mit dem Jaeger-LeCoultre-Preis ausgezeichnet. 2011 zog es Katy Karrenbauer ins legendäre RTL-Dschungelcamp. Dort kam sie bis ins Finale und belegte am Ende den 2. Platz.