Patrick L. Schmitz Kantor Hampel

Wenn er am Kalkberg auftritt, zaubert er den Gästen in Windeseile ein Lachen ins Gesicht: Patrick L. Schmitz. Vor sieben Jahren gehörte er erstmals zum Karl-May-Ensemble – und nun ist er schon zum fünften Mal dabei. Diesmal ist er in einer der berühmtesten Komikerrollen aus Karl Mays Feder zu sehen: Kantor Matthäus Aurelius Hampel, der im Wilden Westen eine Heldenoper komponieren will. Im Kinostreifen wurde diese Figur von Komiker-Legende Heinz Erhardt verkörpert – und Patrick L. Schmitz ist ein begnadeter Heinz-Erhardt-Imitator…

Auch wenn er am Kalkberg auf das komische Fach abonniert ist, spielt der gebürtige Wiesbadener anderswo auch ganz andere Charaktere – zum Beispiel den Judas in Andrew Lloyd Webbers Musical „Jesus Christ Superstar“ oder den Othello in einer eigens produzierten Fassung in Bamberg. Am dortigen E.T.A.-Hoffmann-Theater war er viele Jahre lang fest engagiert und wirkte in über 70 Produktionen mit, aber inzwischen ist er freischaffend tätig.

Mit seinem Heinz-Erhardt-Programm gastierte er im Sommer 2021 im Indian Village der Karl-May-Spiele – und war beim Live-Hörspiel „Winnetou – Das Gold der Rocky Mountains“ als Schauspieler und Geräuschemacher dabei. Wie er aus Metallkoffer, Bürste und Holzpfeife einen Westernzug zauberte, ließ das Publikum staunen.

Am Bamberger Theater spielte er im Komödienklassiker „Arsen und Spitzenhäubchen” als Mortimer Brewster die Hauptrolle und übernahm die Co-Regie. In der „Dreigroschenoper“ war er als Mr. Peachum zu sehen und führte Regie beim Live-Hörspiel „Misery“ nach dem berühmten Stephen-King-Klassiker. Auch hier war er zugleich der Geräuschemacher.

Mit der Bigband „Blue Train Orchestra“ hat er eine Musikgruppe gegründet, die an den viel zu früh verstorbenen Ausnahmekünstler Roger Cicero erinnert. Erste Konzerte fanden im März 2022 statt, weitere folgen nach der Karl-May-Saison. Im Winterhalbjahr wirkt Patrick L. Schmitz (das „L“ steht für Ludovicus) in einer Dramatisierung der fantastischen Geschichten über „Klein Zaches“ von E.T.A. Hoffmann mit und plant ein Programm zu Ehren des Komponisten Stephen Sondheim.