Sascha Hödl Ka Maku / Jackson

Er liebt und lebt Karl Mays Wilden Westen: Sascha Hödl. Der junge Österreicher hat bereits in seinem Heimatland auf der Bühne in Winzendorf gespielt und gehört nun zum dritten Mal zum Ensemble in Bad Segeberg. Diesmal ist er als Ölfeldbesitzer Jackson, als Nijora-Unterhäuptling Ka Maku („Dreifinger“) und als Stuntman dabei.

Dass Sascha Hödl heute Schauspieler ist, hat viel mit Film-Winnetou Pierre Brice zu tun. Bei der Einweihung der Westernstadt „No Name City“ weinte der fünfjährige Sascha bitterlich, weil er im Gedränge der Autogrammjäger nicht zu Film-Winnetou Pierre Brice vorstoßen konnte. Dessen Ehefrau Hella schnappte sich das untröstliche Kind – und setzte es ihrem Mann auf den Schoß. Der kleine Sascha sagte staunend: „Ich möchte so werden wie du!“ Und der berühmte Franzose antwortete: „Dann musst du Schauspieler werden!“

Gesagt, getan. Mit zehn Jahren fing Sascha Hödl in Winzendorf an und arbeitete sich vom Fensterputzer-Statisten zum Winnetou hoch, den er fünf Sommer lang verkörperte. Er ging bei ungarischen und französischen Stuntprofis in die Lehre. Außerdem studierte er am Performing Center Austria und ließ sich zum Musicaldarsteller ausbilden. Beim Musical „Zorro“ sorgte er für die Stunt- und Fechtchoreografie und spielte den Titelhelden.  Auch im Musical „Die Schöne und das Biest“ und in Theaterproduktionen wie „Woyzeck“ war er zu erleben.

2018 hätte Sascha Hödl seine sechste Winnetou-Saison in Winzendorf feiern können – aber er wollte an seine Traumbühne wechseln: nach Bad Segeberg. Alle Rollen waren besetzt, aber im Stuntteam war noch ein Platz frei. Sascha Hödl griff zu. Wenig später verletzte sich Max König bei den Proben – nicht nur ein Kollege, sondern für Sascha Hödl zugleich ein guter Freund. Er sprang als „Yuma-Shetar“ ein und rettete die Premiere. 2019 bekam er dann eine eigene Rolle: „Mo-haw“. Und beim Live-Hörspiel „Winnetou – Das Gold der Rocky Mountains“ war er im Sommer 2021 überglücklich, als er sogar den Winnetou spielen durfte.

Sascha Hödl gastierte an den Staatsopern in Wien und Berlin, ging in der Titelrolle „Alter“ mit den Luisenburg-Festspielen („Alter was’n los”) auf Tournee und brachte das Publikum in der Komödie „Avanti Avanti” zum Lachen. Mit diesem Evergreen geht er nach der Karl-May-Saison erneut auf Tour.