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Beim Kinderfest strahlte die Sonne in den Gesichtern der Besucher
Bogenschießen kam bestens an – Große Autogrammstunde mit dem Ensemble
Bad Segeberg. Die Sonne strahlte beim großen Karl-May-Kinderfest am Kalkberg – und zwar in den Gesichtern der Besucher. Dass der Himmel bedeckt war und es zeitweise sogar nieselte, störte die meisten Gäste dieses Kult-Festes nicht im Geringsten. Sie genossen vier Stunden lang ein buntes Programm, bei dem man nach Herzenslust spielen und toben, basteln oder die Schauspieler des Karl-May-Ensembles persönlich treffen konnte.

Der Ritt auf dem mechanischen Bullen gehört zu den beliebtesten Attraktionen beim Karl-May-Kinderfest.
Bereits zum 32. Mal veranstaltete die Kalkberg GmbH das Kinderfest, bei dem sämtliche Attraktionen kostenlos genutzt werden können. Manche der Kinder von einst kommen inzwischen mit ihrem eigenen Nachwuchs an den Kalkberg, damit die Kleinen so viel Spaß haben wie sie selbst. Möglich wird das abwechslungsreiche Programm durch Partner aus der Wirtschaft, dem Vereinsleben und beliebten Tourismuszielen wie dem Wildpark Eekholt und dem Fledermauszentrum Noctalis.

Einmal Winnetou (Alexander Klaws) und Old Shatterhand (Bastian Semm) persönlich treffen? Das war beim Kinderfest am Kalkberg möglich.
Einer der Anziehungspunkte für Actionfreunde war wieder das Bullriding. Beim rasanten Ritt auf dem mechanischen Bullen stehen allerdings zwei Dinge von vornherein fest: a) Irgendwann fliegt man runter und b) Man landet weich. Meist waren es Kinder, die sich juchzend von dem widerspenstigen Rindvieh im Kreis herumwirbeln ließen, aber manchmal schickten sie auch ihre Eltern zur Mutprobe.
Neu im Programm war das Soft-Bogenschießen. Diese Disziplin hat das Zeug, sich zum Lieblingssport beim Kinderfest zu entwickeln. Mit Pfeilen, auf deren Spitze ein Saugnapf saß, schossen die Teilnehmer auf kleine Bälle, die auf einem Luftstrom tanzten. Das war zwar ziemlich kniffelig, machte aber großen Spaß. Auch wenn es angeboten wurde, verzichteten die meisten der jungen Bogenschützen übrigens darauf, ein Stück näher an die Ziele heranzugehen.

Die neue Attraktion „Soft-Bogenschießen“ kam bei den jungen Besuchern des Kinderfestes sehr gut an.
Auch ansonsten gab es jede Menge zu erleben. Die Freiwillige Feuerwehr Bad Segeberg bot gleich drei Attraktionen: einen Rollerparcours, ein lustiges Wasserspiel mit Ziel-Löschen und die Besichtigung eines mächtigen Feuerwehrfahrzeugs. Sein Glück auf die Probe stellen, konnte man bei allerlei Glücksrädern – auch am Stand der Karl-May-Spiele. Blieb das Rad beim weißen Hufeisen auf blauem Grund stehen, gab es als Gewinn eine Freikarte für das neue Abenteuer „Im Tal des Todes“.
Nach der gelungenen Premiere im Vorjahr kehrte die „Westerncity“ zurück – eine Art Hüpfburg im Wildwest-Stil, in der sich die kleinen Besucher ordentlich austoben konnten. Auch eine große Westernrutsche war dabei. Kinder können sich kunstvolle „Tattoos“ auf den Unterarm malen lassen. Es gibt Stirnbänder mit Federn und bunte Kriegsbemalungen. Beim „Animal Riding“ waren junge Pferdefans gemütlich reitend auf dem Karl-May-Platz unterwegs. Eine echte Herausforderung war hingegen „Fang den Stock“. Hier musste in Sekundenbruchteilen ein zu Boden sausender Holzstab erwischt werden. Tanz-Auftritte zum Mitmachen im Westernstil rundeten das Programm ab. Die Flutter Bat Wheeler aus Bad Segeberg zeigten ihren Squaredance, und die Country Linedancer Todesfelde, Wahlstedt & Friends sind auch bekannte Gesichter beim Kinderfest.

Toben und Spielen standen beim Kinderfest hoch im Kurs. Vier Stunden lang herrschte beste Stimmung am Kalkberg.
Im Indian Village stellte Lukas Feyen von der Heidefalknerei den Afrikanischen Schreiseeadler „Mali“ und den Amerikanischen Weißkopfseeadler „Yuma“ vor. Adlerdame „Mali“ spielt seit zehn Jahren Winnetous treuen Begleiter „Ko-inta, das Feuerauge“. Gern antwortete Lukas Feyen auf die Fragen der Besucher und schilderte, wie das Training der mächtigen Tiere läuft. Verwundert war so mancher, dass Weißkopfseeadler „Yuma“ einen Kopf mit nur vereinzelten hellen Federn hat. Erst mit Erreichen der Geschlechtsreife in etwa zwei Jahren wird der junge Adler so gefärbt sein, wie man es erwartet.

Beste Laune beim Autogrammeschreiben: Heinrich Schafmeister (von links), Alexis Kara und Dirc Simpson.
Unterdessen bildeten sich im Indian Village lange Warteschlangen vor fünf Tischen, an denen die elf Schauspieler des Karl-May-Ensembles Platz nahmen. Angeführt wurde das Ensemble von Alexander Klaws als Winnetou, Isabel Varell als Señorita Miranda, Florian Fitz als Gangster Roulin und Heinrich Schafmeister als Sir John Raffley. Begehrt waren aber auch die Unterschriften von Bastian Semm als Old Shatterhand, Joshy Peters als Eiserner Pfeil, Sascha Hödl als Juanito Alfarez, Dirc Simpson als Sam Hawkens, Alexis Kara als Don Fernando, Fabian Monasterios als Martin von Adlerhorst und Inés Cihal als Paloma Nakana. Die Fans ließen sich Programmhefte, Autogrammkarten, Jacken, Mützen, Unterarme und selbstgemachte Fotos signieren.

Am Stand von Räuberevents konnten Kinder nach Herzenslust basteln und ihrer Kreativität dabei freien Lauf lassen.
Im Anschluss an das Kinderfest stand im Freilichttheater am Kalkberg die nächste Vorstellung von „Im Tal des Todes“ an. Für viele Familien endete damit ein toller Tag im Wilden Westen von Bad Segeberg.
