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"Im Tal des Todes" begeisterte das Premieren-Publikum
Über 7.500 Zuschauer feierten die neue Inszenierung der Karl-May-Spiele
Bad Segeberg. Der Zauber Mexikos und jede Menge Action prägen das neue Abenteuer „Im Tal des Todes“. Über 7.500 Zuschauer erlebten eine stimmungsvolle Premiere der Karl-May-Spiele an einem warmen Sommerabend. In der 73. Spielzeit wird ein Stück auf die Bühne gebracht, das es in all den Jahrzehnten bislang nur dreimal gab. Erzählt wird die Geschichte eines geheimen Quecksilberbergwerks im Tal des Todes. Zu den Action-Höhepunkten zählen eine brennende und reißende Hängebrücke, eine abstürzende Blockhütte, ein zusammenbrechendes Haus, eine lodernde Postkutsche und packende Kämpfe. Aber auch die unsterblichen Karl-May-Helden, epische Massenbilder und lustige Momente fehlen nicht.

Die Karl-May-Spiele sind in die Saison 2026 gestartet. Gezeigt wird „Im Tal des Todes“.
Eingestimmt wurden die Besucher traditionell mit Live-Musik: „The Forgotten Sons Of Ben Cartwright“ spielten auf dem rustikalen Holzbalkon am Eingang. Geschäftsführerin Ute Thienel begrüßte die Gäste im ausverkauften Freilichttheater. Die Karl-May-Chefin begrüßte im Publikum neben allerlei Ehrengästen aus Wirtschaft, Showbusiness und Politik – zum Beispiel Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther, Landtagspräsidentin Kristina Herbst, Finanzministerin Dr. Silke Schneider, Innenministerin Magdalena Finke, sowie Dirk Schroedter, Minister für Digitalisierung der Chef der Staatskanzlei.

Den Startschuss gab Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther.
Auch viele Schauspieler aus früheren Karl-May-Inszenierungen schauten vorbei – und „zwei echte Karl-May-Legenden“: der im Vorjahr nach 46 Jahren ausgeschiedene Schauspieler Harald P. Wieczorek und der Rekord-Winnetou und Ehrenhäuptling der Karl-May-Spiele: Gojko Mitic. Beide wurden vom Publikum mit tosendem Applaus begrüßt. Die Geschäftsführerin ging auf die zurückliegenden Proben ein. „Fünf Wochen Proben, das bedeutet: Konzentration, harte Arbeit, Zeitdruck und Herausforderung – aber auch Liebe zu unserem Theater, Spielfreude und ganz viel Leidenschaft. Wir haben ein tolles Team. Das werden Sie spüren.“

Das Freilichttheater am Kalkberg war mit über 7.500 Zuschauern restlos ausverkauft. Isabel Varell begeisterte das Publikum mit ihrer Version von „Baila me“.
Bad Segebergs Bürgermeister Toni Köppen, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Kalkberg GmbH, nahm Bezug auf die laufende Fußball-Weltmeisterschaft. „Heute Abend steht König Fußball für uns alle einmal im Abseits – denn jetzt hat der Wilde Westen Anstoß! Anders als im Fußball gewinnen hier am Ende zuverlässig die Richtigen. “ Dank sagte er Ministerpräsident Daniel Günther und Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen, weil nach langwierigen Verhandlungen endlich der Weiterbau der A20 erreicht werden konnte. Die A20 endet bislang in Bad Segeberg, was regelmäßig für Verkehrschaos sorgt. „Heute kann ich sagen: Wir haben es geschafft!“, erklärte Toni Köppen. „Nach mehr als 17 Jahren Stillstand rollen endlich wieder die Bagger. Das Kriegsbeil haben wir neulich symbolisch mit dem Bagger auf der A20-Baustelle begraben.“ Köppen hatte Land und Bund bei seinen Premierenansprachen hartnäckig Jahr für Jahr auf die unbefriedigende Situation hingewiesen.

Zu den umjubelten Szenen gehörte natürlich das Erscheinen von Apachenhäuptling Winnetou (Alexander Klaws).
Eröffnet wurde die neue Spielzeit traditionsgemäß von Ministerpräsident Daniel Günther. Nach seinem Startschuss leuchtete inmitten des Bühnenbildes die Jahreszahl „2026“ auf. Anschließend ging es Schlag auf Schlag: 100 Minuten lang erleben die Zuschauer eine rasante Inszenierung mit all den Zutaten, die man von den Karl-May-Spielen erwartet – und immer noch etliche Überraschungen obendrauf.

Die Intrigen des Geschäftemachers Roulin (Florian Fitz), der gemeinsam mit seiner Komplizin Miranda (Isabel Varell) die Paloma Nakana (Inés Cihal) ins Tal des Todes entführt, bilden den Kern des neuen Karl-May-Abenteuers.
Die Handlung spielt in dem mexikanischen Städtchen San Miguel. Dort singt und tanzt die temperamentvolle Cantina-Wirtin Senorita Miranda (Isabel Varell). In Wahrheit ist sie eine Komplizin des Geschäftemachers Roulin (Florian Fitz), der im Tal des Todes ein Quecksilberbergwerk betreibt. Miranda betäubt arglose Gäste, so dass Roulin und sein Gehilfe Juanito Alfarez (Sascha Hödl) sie verschleppen und zur Arbeit in den Giftstollen zwingen können. Doch Winnetou (Alexander Klaws) und Old Shatterhand (Bastian Semm) kommen der Teufelei auf die Spur.

Unterdessen geraten Sir John Raffley (Heinrich Schafmeister) und Anwalt Don Fernando (Alexis Kara) in haarsträubende Situationen.
In Gefahr geraten der deutsche Adelige Martin von Adlerhorst (Fabian Monasterios) und die Schamanin der Chiricahua-Apachen: die Paloma Nakana (Inés Cihal). Sie werden von Roulin entführt. Der Gangster hat zudem den Eisernen Pfeil (Joshy Peters), den Häuptling der Maricopa, mit Alkohol gefügig gemacht und setzt ihn skrupellos für seine Zwecke ein.

Dramatische Szenen fesseln das Publikum über 100 Minuten.
Nichts von der Gefahr ahnen der britische Aristokrat Sir John Raffley (Heinrich Schafmeister) und sein mexikanischer Anwalt Don Fernando (Alexis Kara). Der Westmann Sam Hawkens (Dirc Simpson) tut sein Bestes, damit dem unbedarften Duo nichts geschieht.

Höhepunkt ist ein feuriger Showdown mit einer reißenden Hängebrücke.
Wegen der Trockenheit der vergangenen Tage wurde das traditionelle Abschlussfeuerwerk zu einer stimmungsvollen Illumination, zu der auch wieder das bunt leuchtende Logo der Karl-May-Spiele gehörte. Als Interpreten hatte die Kalkberg GmbH einen echten Hochkaräter gewinnen können: Popstar Sasha sang seinen Hit „Lucky Day“.

Sasha sang seinen Kulthit „Lucky Day“ – und das Ensemble tanzte dazu.
Im Anschluss feierte das Team im benachbarten Indian Village bis tief in die Nacht hinein. Bis zum 6. September wird „Im Tal des Todes“ nun jeweils donnerstags bis samstags ab 15 und 20 Uhr sowie sonntags ab 15 Uhr gezeigt.

Das Ensemble wurde vom Publikum frenetisch bejubelt.
