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„Goldenes Ticket“ für
Sabine Stein-Laß aus Kaltenkirchen

  • Rund 4.500 Einsendungen beim Jubiläums-Gewinnspiel

  • Fünf Familienpakete mit Freikarten sind ebenfalls vergeben

  • Karl-May-Team ist glücklich über liebevolle Nachrichten

Bad Segeberg. Sabine Stein-Laß hat ab sofort eine lebenslange Verabredung mit Winnetou. Die Kaltenkirchenerin hat beim großen Gewinnspiel zur 70. Saison der Karl-May-Spiele das „Goldene Ticket“ gewonnen. Geschäftsführerin Ute Thienel überreichte diese ganz besondere Eintrittskarte, die einen jährlichen Besuch der Spiele mit einer Begleitung auf Lebenszeit ermöglicht, im Blockhaus am Kalkberg.

 

Rund 4.500 Freunde der Karl-May-Spiele hatten sich im Sommer an dem Gewinnspiel beteiligt und ihre „goldenen Momente“ geschildert. Nach Ende der Saison wurde jede einzelne Einsendung gelesen – auch wenn Inhalt, Form und Umfang nicht entscheidend für den Gewinn waren. „Die liebevollen Zuschriften haben uns sehr berührt“, sagt Ute Thienel. „Unsere Gäste haben eine tiefe Zuneigung zu den Karl-May-Spielen – und das oft sogar schon seit ihrer Kindheit und über mehrere Generationen. All diese tollen Rückmeldungen sind pure Motivation für unser Team.“

Die meisten Zuschriften trudelten per E-Mail am Kalkberg ein. Es wurden aber auch Lederurkunden bedruckt, Tipis gebastelt und Karten mit Goldglitzer verziert. „Sehr oft fallen Begriffe wie Gänsehaut, Geborgenheit und Nach-Hause-Kommen“, schildert Ute Thienel. „Es ist ein schönes Kompliment, dass sich unsere Gäste am Kalkberg so gut aufgehoben fühlen.“ Häufig wird der erste Winnetou-Auftritt mit der berühmten Melodie des legendären Komponisten Martin Böttcher als emotional wichtigster Moment geschildert. Aber auch der Song „Country Roads“ vor Beginn der Aufführung, die Flüge des Adlers, die inhaltlichen Bezüge zu aktuellen Themen, die besondere Mischung aus Spaß und ernsthaften Momenten sowie der Abschluss mit Feuerwerk und dem Abklatschen des Ensembles am Bühnenrand machen für viele Besucher die unvergleichliche Magie der Bad Segeberger Karl-May-Spiele aus.

Viele Einsender schreiben, dass sie in den 1980er Jahren durch Film-Winnetou Pierre Brice erstmals an den Kalkberg gekommen sind. Groß ist die Begeisterung auch für den heutigen Winnetou-Darsteller Alexander Klaws, der 2024 zum vierten Mal den Apachenhäuptling verkörpert. Nicht zu vergessen: Publikumslieblinge wie „Urgestein“ Joshy Peters und Nicolas König, der jetzt als Regisseur die Fäden zieht.

„Viele Gäste, die selbst als Kind bei uns waren, geben ihre Liebe zu den Karl-May-Spielen inzwischen an ihre Kinder oder sogar Enkel weiter“, sagt die Geschäftsführerin. „So mancher hat sein ganz persönliches Ritual: vom Besuch eines bestimmten Restaurants vor der Vorstellung bis hin zum Westerndress oder einem Stammplatz bei uns im Theater. Vielen ist besonders die familiäre Atmosphäre wichtig.“ Auch die kostenlosen Parkplätze, die moderaten Eintrittspreise und die Tatsache, dass man Essen und Trinken auch mitbringen darf, wurden oft erwähnt.

Gewinnerin Sabine Stein-Laß hat seit Jahrzehnten eine enge Verbindung zu dem Bad Segeberger Theater. „Wenn ich an die Karl-May-Spiele denke, dann überkommt mich sofort das gleiche Gefühl, wie wenn ich ‚Driving Home For Christmas‘ von Chris Rea höre – ein wohlig warmes, vertrautes Gefühl der Vorfreude auf das, was da wieder Schönes passieren wird“, hat sie geschrieben. „Einmal im Jahr, wie jedes Jahr und doch immer wieder überraschend anders.“

Auch die Kaltenkirchenerin kann sich nicht der Wirkung der Melodie entziehen, die den Winnetou-Auftritt untermalt. „Der Höhepunkt, wenn der Häuptling der Apachen ENDLICH majestätisch hinabreitet, die unverkennbare Winnetou-Musik ertönt, beschert mir immer wieder Gänsehaut und Pipi in den Augen. Es geht nicht anders. Ich hab’s versucht – hat nicht geklappt. Und dann weiß man: Ich bin wieder zu Hause.“ In all den Jahren ist für Sabine Stein-Laß „nichts von der Magie verloren gegangen.“ Beim Feuerwerk wird sie immer etwas wehmütig, weil der schöne Abend fast vorbei ist. „Diese Momente kann man eigentlich nicht beschreiben. Man muss sie fühlen. Und das tue ich jedes Jahr auf’s Neue.“

Fünf Familienpakete mit je vier Ehrenkarten für die Saison 2024 und das Abenteuer „Winnetou II – Ribanna und Old Firehand“ wurden ebenfalls verlost. Sie gehen an:

Maike Lorenzen aus Kruså/Kollund in Dänemark:  „Wir kommen jedes Jahr zu den Karl-May-Spielen, auch in Zukunft, weil man mit Winnetou groß werden kann und weil die Herzen am Kalkberg nicht nur wilder, sondern auch wärmer schlagen.“

Jonte Demmert aus Lübeck: „Ich finde es cool, wenn etwas explodiert. Weil man dann immer so schön erschreckt.“

Hanne Schmidt aus Wiemersdorf: „An meinen ersten Besuch bei den Karl-May-Spielen erinnern mich nur noch ein paar Schwarzweiß-Fotos. Es ist 59 Jahre her. Die Shows sind in diesen nicht gerade ruhigen Zeiten Balsam für die Seele. Ich werde in eine andere Welt entführt, vergesse für ein paar Stunden meinen Alltag und genieße die fantastische Atmosphäre, die einmalige Kulisse des Freilichttheaters und das engagierte, emotionale und actionreiche Schauspiel aller Darsteller.“

Stefanie Wiedenbeck aus Bleckede: „Es ist schwer, in wenigen Worten auszudrücken, was die Faszination Karl-May-Spiele ausmacht. Ein bisschen fühlt es sich an wie Nach-Hause-Kommen. Es gehört alles dazu.“

Nele Fellenberg aus Lübeck: „Es gibt nicht den EINEN Moment, der für mich die Karl-May-Spiele ausmacht. Es sind viele verschiedene. Das ist zum Beispiel der Moment, wenn Winnetou einreitet und die Musik ertönt. Das ist für mich schon, seitdem ich klein war, ein ganz besonderer Moment (und nun vor allem seit Alexander Klaws die Rolle übernommen hat). Bei meiner Mutter und Oma war es damals noch Pierre Brice, der ihnen den Kopf verdreht hat.“