Im Gespräch mit Sila Sahin

„Ribanna ist ihrer Zeit weit voraus
– und das finde ich richtig toll!“

Wie groß ist Ihre Vorfreude auf den Sommer? Worauf freuen Sie sich am meisten?

Ich freue mich auf meine wunderbaren Kollegen. Einige kenne ich ja schon aus der Saison 2017. Dann freue ich mich auf die Reitstunden, die Zuschauer, mein Kostüm, das wilde Theaterleben und die Abendvorstellungen mit Gesang und Feuerwerk. Das ist sehr romantisch für alle Anwesenden.

Was ging Ihnen durch den Kopf, als das Angebot aus Bad Segeberg kam?

Ich habe mich sehr gefreut, musste aber echt dreimal darüber nachdenken, da ich nicht mehr kinderlos bin und sich auch sonst einiges verändert hat. Weil ich in weiteren beruflichen Verpflichtungen stand, musste ich terminlich einiges vorab klären, aber es hat alles geklappt! Gott sei Dank! Ich habe es mir insgeheim immer gewünscht. Ich habe oft aus tiefstem Herzen gesagt: Ich würde hier gerne nochmal spielen! Das Universum hat es erhört.

Was verbindet Sie mit den Karl-May-Spielen?

Ich war ja 2017 schon einmal dabei. Die Karl-May-Spiele sind Kult und ich bin stolz, meinen Teil dazu beizutragen.

Wie bereiten Sie sich auf die Herausforderungen des Wilden Westens vor?

Ich muss gestehen, ich muss an meiner Ausdauer arbeiten, denn das Reiten und der Sand im Theater brauchen schon eine bestimmte körperliche Fitness, um die Saison durchzuhalten. Daher trainiere ich jetzt regelmäßig.

Was gefällt Ihnen an Ihrer Rolle besonders gut?

Ribanna ist eine mutige Frau, die sich nicht von den Männern sagen lässt, wo im Leben ihr Platz ist. Sie ist ihrer Zeit damit weit voraus – und das finde ich richtig toll! Sie ist außerdem die Frau, in die sich Winnetou und Old Firehand verlieben. Sie muss also schon jemand Besonderes sein.

Sie werden in einem Open-Air-Theater mit über 7.500 Sitzplätzen spielen. Wie steht’s mit Lampenfieber?

Lampenfieber gehört dazu und ist auch sehr schön, denn das bedeutet man vergisst es auch nicht so leicht was ja schön ist . Zumindest ist das bei mir so. Nach Lampenfieber kommt meistens Glücksgefühl – wenn alles gut geht, natürlich!

Kennen Sie Karl Mays Abenteuer?

Die Filme habe ich schon als Kind geliebt. Da geht man in der Fantasie auf eine große Abenteuerreise. Und als ich hier am Kalkberg dann selber mitspielen durfte, war ich plötzlich mittendrin in Winnetous Welt. Das fühlt sich magisch an.

Was wünschen Sie sich für die Saison?

Ich wünsche mir ein Happy End für alle Mitwirkenden und für die Zuschauer. Ich wünsche mir mehr Sonnentage als Regen. Hoffen wir mal, dass es ein schöner Sommer wird! Der Rest passiert ganz von selbst: die Freude am Spielen, die Gruppendynamik, das Miteinander und das Zusammenwachsen des Ensembles. Das alles ist einfach ein schönes Gefühl!