Aktuelles
Aktuelles
Dirc Simpson übernahm Patenschaft für den Turmfalken "Freddy"
Berliner Schauspieler war beim „Indianertag“ im Wildpark Eekholt zu Gast
Bad Segeberg / Großenaspe. Solch einen lustigen „Patenonkel“ hat wirklich nicht jeder – Turmfalke „Freddy“ aber schon! Beim traditionellen „Indianertag“ im Wildpark Eekholt übernahm Schauspieler Dirc Simpson, der bei den Karl-May-Spielen den skurrilen Westmann Sam Hawkens verkörpert, die Patenschaft für das beeindruckende Tier.

Wildpark-Inhaberin Isabelle Mahnert und Geschäftsführer Wolf von Schenck freuten sich, dass Schauspieler Dirc Simpson alias „Sam Hawkens“ die Patenschaft für den fünf Jahre alten Turmfalken „Freddy“ übernahm.
Die Freundschaft zwischen dem Park und den Karl-May-Spielen besteht seit vielen Jahren – und so wächst die Reihe mit Ehrentafeln bekannter Tierpaten von Jahr zu Jahr. Dirc Simpson, der seit 2004 schon so manchen Sommer am Kalkberg verbracht hat, freute sich, ausgerechnet die Patenschaft für „Freddy“ zu übernehmen. „Turmfalken sind beeindruckende Tiere“, sagt er. „Bei mir zu Hause in Berlin beobachte ich oft Turmfalken, die ganz in der Nähe leben, und freue mich, dass ein Wildtier mitten in der Stadt zu Hause ist. Ich liebe ihre Rufe und den weithin erkennbaren Flügelschlag, mit dem sie in der Luft zu stehen scheinen.“ Insgeheim beneidet Dirc Simpson die wendigen Vögel ein wenig. „Fliegen wie ein Turmfalke würde ich auch gerne können – träumen kann man ja!“

Bei der Autogrammstunde mit „Sam Hawkens“ herrschte großer Andrang am Rande der Flugwiese.
Turmfalken sind in der Natur häufig anzutreffen. Über Feldern und Äckern „rüttelt“ der Falke in 20 bis 40 Metern Höhe. Mit aufgerichtetem Körper und breit gefächertem Schwanz steht er in der Luft und beobachtet den Boden. Er sucht nach Beute, zum Beispiel Kleinsäugern wie Wühlmäusen, um dann im Stoßflug herabzuschießen. Die Stoßgeschwindigkeit von 50 bis 70 Stundenkilometern ist im Vergleich zum Wanderfalken gering. Der Vorteil ist, dass sich der Turmfalke im Flug abfangen kann, falls die Beute ausweicht. Nach dem Mäusebussard ist der Turmfalke der häufigste Greifvogel Mitteleuropas. Er besiedelt strukturreiche Landschaften in der Nähe des Menschen. Zum Brüten nutzt er oft alte Bäume, Kirchtürme und andere Gebäude. Der Turmfalke hat einen schnellen kurzen Ruf, der sich wie „ki-ki-ki“ anhört.
Dirc Simpson wurde von Eekholt-Inhaberin Isabelle Mahnert und Geschäftsführer Wolf von Schenck durch den Park geführt. Unterwegs schilderte Isabelle Mahnert, wie ihre Großeltern Theda und Hans-Heinrich Hatlapa vor über 55 Jahren den Wildpark Eekholt gründeten. „Sie wollen heimische Tierarten in ihrer natürlichen Umgebung zeigen.“ Station machte die Gruppe an einer Aktionsfläche mit vielen unterhaltsamen und lehrreichen Angeboten für die gesamte Familie. So berichtete Wolfsbetreuer Wolfgang Springborn den Besuchern vom Leben der beeindruckenden Tiere, die im Märchen sehr zu Unrecht als Bösewicht herhalten müssen. Außerdem konnten sich die Kinder spannende Geschichten aus dem Wilden Westen anhören oder eine Runde auf einem Pony drehen.

Die Patenschaftsurkunde mit dem Titel „Freiheit beginnt dort, wo der Blick keine Grenzen kennt“ hängt in einer Reihe von Urkunden Bad Segeberger Karl-May-Stars.
Wer lieber auf einem Steckenpferd „reiten“ wollte, konnte sich sein eigenes Exemplar basteln. Geschäftsführer Wolf von Schenck hatte schon einmal ein Holzpferd für Dirc Simpson vorbereitet und überreichte es ihm als Souvenir. Der Schauspieler wagte sich sogleich an die Disziplin „Hobby Horsing“ und galoppierte mit dem hölzernen Hottehüh über einen Parcours mit Hindernissen. Am Kalkberg reitet er auf Wallach „Tino“ durch den Wilden Westen.
Weitere Aktionen beim „Indianertag“ waren das Basteln von bunten „Talking Sticks“ mit dem Team von RäuberEvents, ein spannendes Bogenschießen, das Drehen des Karl-May-Glücksrades mit Freikarten für „Im Tal des Todes“ als Hauptpreis und ein lustiges Hufeisenwerfen. Kinderschminken und Stockbrotgrillen durften natürlich nicht fehlen. Auch beim Totempfahlschnitzen mit Holzbildhauerin Helga März legte Dirc Simpson persönlich Hand an. Den Ausflug nach Eekholt unternahm er mit seiner Ehefrau Thalena David-Simpson und der Karl-May-Prokuristin Andrea Kassel.

Dirc Simpson ist immer für einen Spaß zu haben: Hier tobt er beim „Hobby Horsing“ über den Parcours.
Am Rand der großen Flugwiese, auf der die Greifvögel des Wildparks Eekholt durch die Lüfte schweben, fand die Autogrammstunde statt. Dirc Simpson unterschrieb Programmhefte, Hüte, Autogrammkarten und T-Shirts. Dort fand auch das offizielle Zusammentreffen mit „Freddy“ statt. Bislang hatte Dirc Simpson den Wildpark Eekholt noch nicht besucht, aber künftig will er sich des Öfteren auf dem idyllischen Gelände blicken lassen. „…wenn ich mich nicht irre“, würde Sam Hawkens sagen. Dessen Name war übrigens die Verbindung zu dem Patentier. Der englische Begriff für Falke lautet „Hawk“.
